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Website Relaunch: Zeitpunkt, Kosten, Rankings erhalten

Website Relaunch: woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen, was er kostet und wie Sie beim Umzug Ihre Google-Rankings erhalten statt sie zu verlieren.

23. Juli 20268 Min.
Website Relaunch: Zeitpunkt, Kosten, Rankings erhalten

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Website Relaunch ist kein Neuanstrich, sondern eine grundlegende Erneuerung von Technik, Inhalt und Struktur
  • Der richtige Zeitpunkt zeigt sich an sinkenden Anfragen, schlechter Handynutzung und veralteter Technik, nicht am Alter allein
  • Der größte vermeidbare Fehler ist der Verlust der bestehenden Google-Rankings beim Umzug

Eine Website sieht nach fünf Jahren nicht nur alt aus, sie arbeitet auch schlechter. Sie lädt langsam, wirkt am Handy sperrig, und die Anfragen werden weniger. Irgendwann steht die Frage im Raum: neu machen. Genau das ist ein Website Relaunch, und er ist eine größere Entscheidung, als das Wort vermuten lässt.

Ein Relaunch, der nur die Optik auffrischt, ist verschenktes Geld. Einer, der Technik, Inhalte und Struktur an die heutigen Anforderungen anpasst, kann die Zahl der Anfragen deutlich heben. Dieser Artikel zeigt, woran Sie den richtigen Zeitpunkt erkennen, was zu einem Relaunch gehört und was er kostet.

Was ein Website Relaunch ist und was nicht

Ein Website Relaunch ist die grundlegende Erneuerung einer bestehenden Website. Anders als bei kleinen Anpassungen werden Aufbau, Technik, Design und oft auch die Inhalte neu gedacht, während die Adresse und die aufgebaute Sichtbarkeit erhalten bleiben sollen.

Nicht jeder Wunsch nach Veränderung braucht gleich einen Relaunch. Ein neues Logo, aktualisierte Texte oder ein paar zusätzliche Seiten sind normale Pflege. Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Grundlage selbst nicht mehr trägt, etwa weil die Technik veraltet ist oder die Struktur den heutigen Anforderungen nicht mehr genügt.

Woran Sie erkennen, dass ein Relaunch fällig ist

Das Alter einer Website allein ist kein guter Maßstab. Aussagekräftiger sind konkrete Symptome. Wenn mehrere davon zusammenkommen, ist ein Relaunch selten verfrüht.

SymptomWas dahintersteckt
Anfragen gehen zurückStruktur oder Inhalte überzeugen nicht mehr
Am Handy schwer bedienbarSeite nicht für mobile Nutzung gebaut
Lange Ladezeitenveraltete Technik, unoptimierte Bilder
Pflege ist umständlich oder unmöglichüberholtes oder abgekündigtes System
Auftritt passt nicht mehr zum BetriebAngebot hat sich weiterentwickelt

Besonders das Verhalten am Smartphone ist entscheidend, weil die Mehrheit der Besucher von dort kommt. Ob die eigene Seite dort schnell und sauber funktioniert, zeigt in Sekunden der kostenlose Website-Check.

Was ein Relaunch umfasst

Ein durchdachter Relaunch berührt vier Ebenen, die zusammenwirken müssen. Wird eine davon ausgelassen, bleibt das Ergebnis hinter den Möglichkeiten.

Die erste Ebene ist die Technik: ein modernes, wartbares System, das schnell lädt und am Handy sauber funktioniert. Die zweite ist die Struktur, also der logische Aufbau, der Besucher und Suchmaschinen führt. Die dritte sind die Inhalte, die die Fragen echter Interessenten beantworten und zur Anfrage führen. Die vierte ist das Design, das Vertrauen schafft und den Betrieb angemessen darstellt.

Der Fehler vieler Relaunches ist, nur die vierte Ebene zu sehen. Eine schönere Seite auf schlechter Struktur und alter Technik löst kein einziges der eigentlichen Probleme.

Der größte Fehler: Rankings beim Relaunch verlieren

Die aufgebaute Sichtbarkeit bei Google ist oft das wertvollste Gut einer bestehenden Website. Genau dieses Gut zerstören viele Relaunches, weil beim Umzug alte Adressen ins Leere laufen und Google die Seite neu bewerten muss. Der Traffic bricht dann nach dem Launch ein, manchmal für Monate.

Der Grund dafür ist einfach: Google bewertet jede Adresse einzeln. Ändert sich eine Adresse, ohne dass Google erfährt, wo die Seite jetzt liegt, beginnt die Bewertung von vorn. Ein Relaunch ohne diesen Plan ist ein Umzug, bei dem niemand die neue Anschrift erfährt.

Vermeidbar ist das, und zwar vollständig. Es braucht drei Schritte, von denen der erste lange vor dem Launch liegt.

Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme der alten Seite

Vier bis acht Wochen vor dem Umzug brauchen Sie eine vollständige Liste dessen, was Sie haben. Welche Seiten existieren, welche bringen Besucher, auf welche verweisen andere Websites.

Die Google Search Console zeigt, welche Seiten tatsächlich Verkehr bringen. Bei den meisten Betrieben ist die Verteilung sehr ungleich: Eine Handvoll Seiten trägt den Großteil, der Rest fällt kaum ins Gewicht. Diese wenigen Seiten sind es, die den Umzug unbeschadet überstehen müssen.

Prüfen Sie außerdem, welche Seiten Verweise von außen haben. Verschwindet eine solche Adresse ersatzlos, verlieren Sie nicht nur die Seite, sondern auch den Wert aller Links, die darauf zeigen.

Am Tag des Umzugs: die Weiterleitungen

Die zentrale Maßnahme ist eine 301-Weiterleitung für jede Adresse, die sich ändert. Welche Art richtig ist, hängt vom Fall ab.

FallRichtige Antwort
Adresse ändert sich, Inhalt bleibt301 von alt auf neu
Zwei Seiten werden zusammengelegt301 von beiden auf die neue
Seite entfällt, es gibt einen Ersatz301 auf die nächstbeste Seite
Seite entfällt ersatzlos und war unwichtig410, damit Google sie vergisst

Testen Sie jede Weiterleitung vor dem Launch, nicht danach. Ein einziger Tippfehler macht eine wichtige Seite unerreichbar, und auffallen wird das erst, wenn die Anfragen ausbleiben. Im Zweifel ist eine Weiterleitung auf eine thematisch verwandte Seite besser als gar keine.

Nach dem Relaunch: die ersten Wochen kontrollieren

In den ersten zwei Wochen gehört ein täglicher Blick in die Search Console dazu. Achten Sie auf Fehler beim Abruf, auf Seiten, die nicht in den Index kommen, und auf Einbrüche bei den Platzierungen.

Ein leichter Rückgang direkt nach dem Umzug ist normal, Google muss die neue Struktur erst erfassen. Bleibt er nach vier bis sechs Wochen bestehen, stimmt etwas mit den Weiterleitungen nicht.

Die vier häufigsten Fehler beim Relaunch

Weiterleitungsketten. Adresse A leitet auf B, B auf C. Das kostet Ladezeit, und Google folgt solchen Ketten nur begrenzt. Führt A direkt auf C, ist das Problem weg.

Inhalte ersatzlos löschen. Jede Seite mit Besuchern oder eingehenden Links verdient ein Ziel. Eine Übersichtsseite ist immer noch besser als ein 404-Fehler.

Die robots.txt vom Testsystem. Während der Entwicklung sperrt sie meist alles aus. Wandert diese Datei mit auf die Live-Seite, kann Google nichts erfassen. Das ist der Fehler, der am meisten kostet und am schnellsten behoben ist.

Canonical-Angaben auf alte Adressen. Zeigen sie nach dem Umzug noch auf die alten oder auf das Testsystem, weiß Google nicht, welche Fassung gilt.

Wer diesen Punkt ignoriert, bezahlt für eine neue Seite und verliert zugleich die Kunden, die die alte gebracht hat.

Was ein Website Relaunch kostet

Ein Relaunch bewegt sich im selben Rahmen wie eine neue Website, weil im Kern dieselbe Arbeit anfällt. Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe liegt er im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich, je nach Umfang, Zahl der Seiten und Aufwand für Inhalte. Bestehende Texte und Bilder, die weiter nutzbar sind, senken den Preis.

Die vollständige Einordnung der Marktspannen und der versteckten Kostentreiber steht im Beitrag dazu, was eine Homepage kostet. Wie die neue Seite anschließend dauerhaft gefunden wird, ordnet der SEO-Leitfaden ein.

Wer den Neubau vermeiden will, plant die Pflege ein, bevor der Verfall einsetzt: welche Posten dabei Monat für Monat anfallen, steht in den laufenden Kosten einer Website.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte man einen Website Relaunch machen?

Nicht nach einem festen Zeitplan, sondern wenn mehrere Symptome zusammenkommen: sinkende Anfragen, schlechte Bedienbarkeit am Handy, lange Ladezeiten oder ein System, das sich kaum noch pflegen lässt. Das reine Alter der Seite ist kein ausreichender Grund, eine funktionierende, schnelle und aktuelle Seite braucht keinen Relaunch.

Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Platzierungen?

Nur, wenn der Umzug schlecht vorbereitet ist. Der häufigste Grund für Ranking-Verluste sind fehlende Weiterleitungen von alten auf neue Adressen. Mit einem sauberen Weiterleitungsplan und sorgfältiger Umsetzung lassen sich die Platzierungen weitgehend erhalten.

Wie lange dauert ein Website Relaunch?

Für einen typischen KMU-Auftritt sind einige Wochen realistisch, abhängig davon, wie schnell Inhalte und Feedback bereitstehen. Der größte Zeitfaktor ist meist nicht die Technik, sondern die Erstellung guter Texte und Bilder. Ein enger Zeitplan scheitert häufiger an fehlenden Inhalten als an der Umsetzung.

Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach einem Relaunch erholen?

Bei sauber gesetzten Weiterleitungen sind vier bis sechs Wochen üblich, oft geht es schneller. Ein leichter Rückgang in den ersten Tagen ist normal, Google muss die neue Struktur erst erfassen. Hält der Einbruch länger als sechs Wochen an, liegt es fast immer an den Weiterleitungen, nicht an Google.

Muss ich beim Relaunch jede einzelne Adresse weiterleiten?

Jede, die Besucher bringt oder auf die andere Websites verweisen. Seiten ohne beides können entfallen. Bei den meisten Betrieben ist das eine überschaubare Liste, weil ein kleiner Teil der Seiten den Großteil des Verkehrs trägt. Wichtig ist, dass diese wenigen vollständig abgedeckt sind.

Lohnt sich ein Relaunch oder besser eine ganz neue Website?

In den meisten Fällen ist der Unterschied fließend, weil ein gründlicher Relaunch ohnehin fast alles erneuert. Der entscheidende Unterschied ist, dass die bestehende Adresse und Sichtbarkeit erhalten bleiben. Solange diese einen Wert haben, ist der Relaunch der klügere Weg, weil er auf Aufgebautem aufsetzt statt bei null zu beginnen.

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