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Webdesign

Website günstig erstellen lassen: was Sie dafür bekommen

Website günstig erstellen lassen: welche Wege es gibt, woran Billiganbieter sparen und wo Sparen sinnvoll ist, ohne dass die Seite wertlos wird.

21. August 20269 Min.
Website günstig erstellen lassen: was Sie dafür bekommen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Günstige Angebote sparen fast nie an der Technik, sondern an Texten, Struktur und Übergabe
  • Die Miet-Website ab 49 Euro im Monat ist nach drei Jahren teurer als eine gekaufte
  • Am meisten sparen Sie mit Eigenleistung bei Inhalten, nicht mit einem billigeren Anbieter

„Ihre professionelle Website ab 399 Euro." Solche Anzeigen laufen seit Jahren, und sie sind nicht per se unseriös. Für 399 Euro bekommt man tatsächlich etwas: eine Vorlage, gefüllt mit den Angaben, die man selbst einschickt. Die Frage ist nur, ob das die Sache ist, die man eigentlich kaufen wollte.

Wer eine Website günstig erstellen lassen will, steht deshalb vor einer Aufgabe, die nichts mit Feilschen zu tun hat. Es geht darum zu erkennen, welcher Teil der Arbeit im Preis fehlt, und zu entscheiden, ob Sie diesen Teil selbst übernehmen können. Hier stehen die realistischen Wege, ihre Kehrseiten und die Grenze, unter der ein Angebot mehr kostet, als es spart.

Was „günstig" bei einer Website tatsächlich bedeutet

Der Preis einer Website setzt sich fast vollständig aus Arbeitszeit zusammen. Technik ist billig geworden, Aufmerksamkeit nicht. Wer also weniger zahlt, kauft weniger Stunden, und die fehlen an einer bestimmten Stelle.

Preisbereichwas realistisch enthalten istwas fehlt
unter 500 €Vorlage, Ihre Angaben eingesetztStruktur, Texte, Auffindbarkeit
500–1.500 €Vorlage angepasst, wenige Seiteneigene Texte, Ortsseiten
1.500–3.000 €eigenes Layout, 5–8 Seitenumfangreiche Textarbeit
ab 3.000 €Struktur nach Ihrem Geschäft, Texteje nach Umfang wenig

Die Spalte rechts ist die wichtige. In den ersten beiden Zeilen fehlt jedes Mal dasselbe: die Arbeit, die dafür sorgt, dass die Seite gefunden wird und dass ein Besucher anruft. Genau die ist der Grund, aus dem man eine Website baut. Die vollständige Einordnung der Marktspannen steht im Beitrag dazu, was eine Homepage kostet.

Die vier Wege zur günstigen Website

In der Praxis gibt es vier Möglichkeiten, unter den üblichen Marktpreisen zu bleiben. Alle vier funktionieren, aber für unterschiedliche Betriebe.

Der erste ist der Baukasten in Eigenarbeit. Sie zahlen 10 bis 30 Euro im Monat und Ihre eigene Zeit. Für eine digitale Visitenkarte ist das die ehrlichste Rechnung, die es gibt. Was dabei auf Sie zukommt, haben wir unter Website selber machen oder machen lassen durchgerechnet.

Der zweite ist die befüllte Vorlage. Ein Anbieter nimmt eine gekaufte Vorlage, setzt Ihre Angaben ein und liefert in wenigen Tagen. Das Ergebnis sieht ordentlich aus und unterscheidet sich von tausend anderen Seiten nur durch Logo und Farbe. Als Übergangslösung brauchbar, als Grundlage für Anfragen selten.

Der dritte ist der günstige Freelancer, oft am Anfang der Selbstständigkeit oder nebenberuflich. Hier bekommen Sie echte Arbeit für wenig Geld, und das Risiko liegt in der Verfügbarkeit danach. Klären Sie vorher, wer in einem Jahr eine Änderung macht.

Der vierte ist die KI-gestützte Erstellung, entweder selbst gemacht oder als Angebot. Sie ist heute der schnellste Weg zu einem Gerüst und hat denselben Haken wie die Vorlage: Der Inhalt bleibt austauschbar, solange niemand Ihr Wissen einarbeitet. Was der Weg leistet, steht unter Website mit KI erstellen.

Woran günstige Anbieter tatsächlich sparen

Nicht an der Technik. Verschlüsselung, mobile Darstellung und ordentliche Ladezeiten liefert heute jede Vorlage mit. Gespart wird an fünf anderen Stellen, und sie sind unsichtbar, bis man sie braucht.

Zuerst an den Texten. „Wir stehen für Qualität und Zuverlässigkeit" kostet keine Arbeitszeit, weil es für jeden Betrieb passt. Ein Text, der Ihre Leistungen so beschreibt, dass ein Kunde sich wiedererkennt, kostet Stunden.

Dann an der Struktur. Eine Seite mit allem drauf ist schnell gebaut. Fünf Seiten, die je ein Thema bedienen und untereinander sinnvoll verlinkt sind, brauchen eine Überlegung vorab, und genau daran hängt die spätere Auffindbarkeit.

Weiter an der Auffindbarkeit selbst: Seitentitel, Beschreibungstexte, Unternehmensdaten in maschinenlesbarer Form. Das sind Kleinigkeiten, die zusammen entscheiden, ob Google die Seite versteht. Wie sie zusammenspielen, ordnet der SEO-Leitfaden ein.

Und schließlich an Übergabe und Erreichbarkeit. Wer nach dem Start keine Zugänge bekommt und niemanden erreicht, hat keine günstige Website gekauft, sondern ein Problem auf Raten.

Warum die Miet-Website „ab 49 Euro im Monat" teuer wird

Das verbreitetste Modell im günstigen Segment ist die Miete. Kein Anschaffungspreis, dafür ein monatlicher Betrag, oft mit 24 oder 36 Monaten Laufzeit. Auf dem Papier ist das die einfachste Lösung für einen Betrieb, der keine vierstellige Summe ausgeben will.

Rechnen Sie es trotzdem einmal durch. 49 Euro im Monat sind über drei Jahre 1.764 Euro, über fünf Jahre 2.940 Euro, und danach läuft es weiter. Für dieselbe Summe hätten Sie in der Regel eine eigene Seite gekauft, die Ihnen gehört.

Der zweite Punkt wiegt schwerer als der erste. Bei einer Miet-Website gehört Ihnen die Seite nicht, und häufig gehört Ihnen auch die Domain nicht. Ein Wechsel bedeutet dann Neubau statt Umzug, und die aufgebaute Sichtbarkeit bleibt beim alten Anbieter. Fragen Sie deshalb vor der Unterschrift, auf welchen Namen die Domain läuft und was beim Ende des Vertrags passiert. Welche Punkte sonst noch in ein Angebot gehören, steht im Beitrag dazu, wie Sie eine Website erstellen lassen.

Der Vergleich nach zwei Jahren: 399 Euro gegen 2.500 Euro

Rechnen lässt sich das an zwei Betrieben, die im selben Monat gestartet sind. Beide sind Malerbetriebe, beide im selben Landkreis, beide mit ähnlichem Angebot.

Der erste hat die 399-Euro-Seite genommen: eine Vorlage, vier Unterseiten, Texte aus dem Anbieterbaukasten, dazu 19 Euro im Monat für Hosting. Nach zwei Jahren steht er bei 855 Euro. Über Google kommen keine Anfragen, weil auf keiner Unterseite ein Wort steht, das jemand sucht. Die Seite erfüllt genau eine Aufgabe: Wer den Firmennamen kennt, findet eine Adresse.

Der zweite hat 2.500 Euro ausgegeben, dafür sechs Seiten mit eigenen Texten bekommen, je eine für Innenanstrich, Fassade und Bodenbeläge, dazu Fotos vom eigenen Betrieb. Er zahlt 30 Euro im Monat und steht nach zwei Jahren bei 3.220 Euro. Über die Leistungsseiten kommen unregelmäßig Anfragen, im Schnitt zwei bis drei im Monat.

Die Differenz beträgt gut 2.300 Euro. Ein einziger angenommener Auftrag im Innenanstrich holt das in der Regel herein. Das ist keine Garantie und soll auch keine sein, aber es zeigt, warum der Vergleich zweier Preise ohne Blick auf die Wirkung in die Irre führt.

Umgekehrt gilt genauso: Wenn ein Betrieb ausgelastet ist und keine neuen Anfragen sucht, ist die zweite Rechnung schlicht Geldverschwendung. Die Frage lautet nicht, was eine Website kosten darf, sondern was sie leisten soll.

Vorsicht bei Fließbandangeboten aus dem Ausland

Ein Teil der besonders günstigen Angebote kommt über Vermittlungsplattformen und wird im Ausland ausgeführt. Das ist weder verboten noch grundsätzlich schlecht, bringt aber drei praktische Probleme mit.

Das erste ist die Sprache. Texte, die jemand ohne Deutsch als Muttersprache schreibt oder übersetzen lässt, klingen für Ihre Kunden fremd, und das fällt gerade bei Handwerk und Dienstleistung sofort auf. Das zweite ist die Erreichbarkeit: Zeitverschiebung und Sprachbarriere machen aus einer kleinen Änderung eine Woche Abstimmung. Das dritte betrifft die Pflichttexte, die auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten sein müssen.

Wenn Sie diesen Weg gehen, kaufen Sie dort die Umsetzung und nichts anderes. Struktur, Texte und Rechtstexte bleiben besser im Land, in dem Ihre Kunden wohnen.

Wo Sparen sinnvoll ist und wo es sich rächt

Es gibt drei Stellen, an denen Eigenleistung den Preis ehrlich senkt, ohne das Ergebnis zu beschädigen.

Die erste sind Fotos. Ein Betrieb, der eigene Aufnahmen von Projekten, Team und Fahrzeugen liefert, spart einen Fototermin und bekommt zugleich das bessere Material, weil es echt ist.

Die zweite sind Rohtexte. Sie müssen nicht schreiben können. Es genügt, wenn Sie zu jeder Leistung fünf Stichpunkte liefern und die drei häufigsten Kundenfragen aufschreiben. Daraus einen Text zu machen, geht schnell; ihn zu erfinden, nicht.

Die dritte ist die Pflege danach. Wer selbst Öffnungszeiten ändert und Referenzen einpflegt, spart über Jahre mehr als bei jeder Verhandlung über den Erstellungspreis. Was sonst noch laufend anfällt, steht in den laufenden Kosten einer Website.

Rächen tut sich das Sparen an zwei Stellen: bei den Pflichttexten, die zu jemandem gehören, der dafür haftet, und beim Hosting, weil billige Pakete die Ladezeit kosten und damit Anfragen.

Was eine günstige Website mindestens kosten muss

Eine belastbare Untergrenze lässt sich benennen. Wenn eine Seite eigene Texte, eine durchdachte Struktur mit fünf bis acht Unterseiten, saubere Seitentitel und eine Übergabe mit allen Zugängen enthalten soll, liegt der ehrliche Preis dafür im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Alles deutlich darunter bedeutet, dass einer dieser Punkte fehlt.

Das ist kein Argument gegen günstige Lösungen. Es ist ein Argument dafür, zu wissen, welchen Teil Sie selbst übernehmen. Ein Betrieb, der Fotos und Rohtexte liefert und die Pflege selbst macht, kommt mit einem kleinen Auftrag weit. Ein Betrieb, der nichts liefern kann und trotzdem 399 Euro ausgibt, bekommt eine Seite, die niemand findet und niemand pflegt. Unsere eigenen Festpreise samt dem, was jeweils enthalten ist, stehen offen auf der Preisseite.

Häufig gestellte Fragen

Kann man eine Website kostenlos erstellen lassen?

Kostenlos gibt es nur die Werkzeuge, nicht die Arbeit. Baukästen haben kostenlose Tarife, die aber Werbung einblenden und keine eigene Domain erlauben, was für einen Betrieb nicht infrage kommt. Angebote, die eine kostenlose Website versprechen, finanzieren sich in der Regel über eine langfristige Vertragsbindung.

Was kostet die günstigste seriöse Website für einen Betrieb?

Mit Eigenleistung bei Fotos und Rohtexten sind kleine Aufträge im unteren vierstelligen Bereich realistisch. Darunter wird es nur dann sinnvoll, wenn Sie die Seite selbst bauen und lediglich Technik oder Texte einkaufen. Entscheidend ist nicht die Summe, sondern welche Arbeit darin enthalten ist.

Ist eine Website ab 399 Euro immer unseriös?

Nein, aber sie ist etwas anderes, als die Anzeige vermuten lässt. Für diesen Preis wird eine Vorlage mit Ihren Angaben befüllt, was für eine reine Präsenz genügen kann. Wenn die Seite Anfragen bringen soll, fehlt darin genau die Arbeit, die das bewirkt.

Lohnt es sich, die Website von einem Studenten erstellen zu lassen?

Für einfache Seiten durchaus, und das Ergebnis ist oft besser als jede Vorlage. Klären Sie vorher drei Dinge: auf welchen Namen die Domain läuft, wer die Zugänge bekommt und wer in einem Jahr Änderungen macht. Die meisten Probleme entstehen nicht beim Bauen, sondern danach.

Was ist der häufigste Fehler beim günstigen Website erstellen lassen?

Am Umfang zu sparen statt an der Ausführung. Eine kleine, gut gemachte Seite mit vier Unterseiten wirkt und wird gefunden. Eine große Seite aus Vorlagenbausteinen kostet ähnlich viel und bringt nichts, weil auf keiner Unterseite etwas steht, das jemand sucht.

Wenn Sie ein günstiges Angebot vorliegen haben und wissen wollen, was darin fehlt, sehen wir in einem kurzen Gespräch gemeinsam drauf. Das kostet nichts und dauert eine halbe Stunde.

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