Teil des LeitfadensLokales SEO: Der Leitfaden für KMU im Südwesten

Webdesign

Laufende Kosten einer Website: was monatlich bleibt

Die laufenden Kosten einer Website im Überblick: Domain, Hosting, Wartung und Inhalte. Womit Betriebe rechnen sollten und wo still Geld verschwindet.

21. August 20269 Min.
Laufende Kosten einer Website: was monatlich bleibt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der laufende Posten ist selten das Hosting, sondern die Zeit für Inhalte
  • Wer nur Domain und Speicherplatz einplant, bezahlt den Rest später als Notfall
  • Eine Seite ohne Pflegebudget veraltet in etwa zwei Jahren so weit, dass sich ein Neubau lohnt

Die Rechnung für den Neubau der Website ist bezahlt, die Seite ist online, und im ersten Jahr passiert genau nichts weiter. Im zweiten Jahr kommt eine Abbuchung über 14 Euro, im dritten eine Mail, dass eine Erweiterung nicht mehr gepflegt wird. Und irgendwann fragt jemand, warum auf der Seite noch die Öffnungszeiten von vorletztem Winter stehen.

Die laufenden Kosten einer Website sind der Teil, den fast jedes Angebot ausklammert und der über zwei, drei Jahre gerechnet oft den Neubau übersteigt. Hier steht, woraus sie bestehen, welche Posten wirklich unvermeidlich sind und an welcher Stelle still Geld verschwindet.

Woraus sich die laufenden Kosten einer Website zusammensetzen

Vier Blöcke, und sie unterscheiden sich stark darin, wie planbar sie sind.

Postentypische Spanne im Monatplanbar?
Domain1–3 €ja, fester Jahresbetrag
Hosting5–30 €ja, fester Tarif
Wartung und Aktualisierungen0–80 €teils, je nach System
Inhalte und Änderungenstark schwankendnein

Die ersten beiden Zeilen sind die, die jeder nennt, und sie sind zusammen der kleinste Teil. Die dritte ist die, an der Systeme sich unterscheiden. Die vierte ist die, die entscheidet, ob die Seite in drei Jahren noch etwas taugt.

Domain und Hosting: der berechenbare Teil der Website-Kosten

Eine .de-Domain kostet je nach Anbieter etwa 10 bis 20 Euro im Jahr. Das ist ein Fixum, es ändert sich selten, und es ist der einzige Posten, bei dem Sparen keinen Sinn ergibt: Die Domain ist Ihre Adresse, und sie zu wechseln kostet Sichtbarkeit.

Beim Hosting geht die Spanne weiter auseinander, weil dahinter sehr verschiedene Dinge stecken. Ein geteilter Webspace für eine Handvoll Seiten liegt bei 5 bis 10 Euro im Monat. Ein Tarif mit eigener Umgebung, automatischen Sicherungskopien und brauchbarem Support liegt eher bei 20 bis 30 Euro. Der Unterschied zeigt sich nicht im Normalbetrieb, sondern an dem Tag, an dem etwas kaputt ist.

Eine Sache lohnt beim Hosting das Nachrechnen: die Ladezeit. Billige Pakete teilen sich einen Server mit sehr vielen anderen Seiten, und das merkt der Besucher. Warum das unmittelbar auf Anfragen durchschlägt, steht in unserem Beitrag zur Ladegeschwindigkeit einer Website.

Wartung: der Posten, der vom gewählten System abhängt

Hier trennen sich die Wege deutlich. Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo hält sich selbst aktuell, dafür zahlen Sie den Tarif und haben keinen weiteren Wartungsposten. Eine WordPress-Installation gehört Ihnen, und damit auch die Pflicht, Kern und Erweiterungen aktuell zu halten; was das für ein beauftragtes Projekt bedeutet, haben wir unter WordPress-Website erstellen lassen durchgerechnet.

Das ist keine Fleißaufgabe, sondern Sicherheit. Eine veraltete Erweiterung ist der häufigste Weg, auf dem kleine Firmenseiten gekapert werden, und die Aufräumarbeit danach kostet ein Vielfaches der Wartung. Wer das nicht selbst machen will, findet Wartungspakete meist zwischen 30 und 80 Euro im Monat, je nach Umfang und Reaktionszeit.

Statisch gebaute Seiten, wie wir sie einsetzen, liegen dazwischen: Es gibt keine Erweiterungen, die sich einschleusen lassen, dafür braucht jede inhaltliche Änderung einen bewussten Schritt. Welcher Weg für Ihren Betrieb sinnvoll ist, hängt weniger am Preis als daran, wer die Seite anfassen soll, und genau das entscheiden Sie schon bei der Frage, ob Sie die Website selber machen oder machen lassen.

Was in einem Wartungspaket enthalten sein sollte

„Wartung" steht auf vielen Angeboten und meint sehr Verschiedenes. Bevor Sie 40 Euro im Monat zusagen, lassen Sie sich diese fünf Punkte bestätigen.

  1. Aktualisierung von System und Erweiterungen, mit genannter Häufigkeit
  2. Regelmäßige Sicherungskopie und ein erprobter Weg zurück
  3. Überwachung der Erreichbarkeit, mit Benachrichtigung bei Ausfall
  4. Ein festes Kontingent für kleine inhaltliche Änderungen
  5. Eine zugesagte Reaktionszeit im Störungsfall

Der vierte Punkt ist der, an dem sich brauchbare von formalen Paketen trennen. Ein Vertrag, der nur Aktualisierungen abdeckt, lässt Sie bei jeder Textänderung wieder bezahlen, und genau daran scheitert die Pflege im Alltag. Der fünfte Punkt ist der, den niemand liest, bis die Seite an einem Freitagnachmittag nicht mehr erreichbar ist.

Inhalte: der größte laufende Kostenblock, und er steht auf keiner Rechnung

Kein Posten wird so zuverlässig unterschätzt. Eine Website ohne neue Inhalte verliert nicht plötzlich ihre Platzierungen, sie rutscht langsam ab, während Wettbewerber nachlegen.

Realistisch sind das zwei Sorten Arbeit. Die erste ist Pflege: geänderte Öffnungszeiten, neue Mitarbeiter, ein Referenzprojekt, ein aktuelles Foto. Rechnen Sie mit ein bis zwei Stunden im Monat, und die kann in der Regel jemand im Betrieb übernehmen, wenn die Seite dafür gebaut ist.

Die zweite ist Ausbau: Texte, die für neue Suchanfragen gefunden werden. Das ist die Arbeit, die tatsächlich neue Anfragen bringt, und sie ist die einzige, bei der Sparen direkt sichtbar wird. Wie solche Texte aussehen müssen, damit sie nicht nur informieren, steht in unserem Beitrag über Website-Texte, die verkaufen. Für Betriebe mit Einzugsgebiet lohnt zusätzlich der Blick auf lokale Landingpages.

Wo bei laufenden Website-Kosten still Geld verschwindet

Drei Muster begegnen uns immer wieder, und alle drei fallen erst beim Nachsehen auf.

Das erste sind Abonnements für Werkzeuge, die niemand mehr benutzt. Ein Terminbuchungsdienst aus dem Jahr des Neubaus, ein Bildarchiv, eine Erweiterung mit Jahreslizenz. Gehen Sie einmal im Jahr die Abbuchungen durch und streichen Sie, was seit zwölf Monaten niemand geöffnet hat.

Das zweite ist doppeltes Hosting. Nach einem Umzug läuft der alte Vertrag oft weiter, manchmal jahrelang, weil ihn niemand gekündigt hat. Prüfen Sie, ob Sie für dieselbe Seite zweimal zahlen.

Das dritte ist teurer und weniger sichtbar: die Seite, die zwar läuft, aber nichts einbringt. Zwanzig Euro im Monat für Technik sind gut angelegt, wenn Anfragen kommen, und sind vollständig verloren, wenn nicht. Ob Ihre Seite die technischen Grundlagen dafür überhaupt erfüllt, zeigt der kostenlose Website-Check in etwa zehn Sekunden.

Was die laufenden Kosten unterm Strich bedeuten

Für einen kleinen Betrieb landen die unvermeidbaren technischen Kosten meist zwischen 10 und 40 Euro im Monat. Das ist wenig genug, dass es die Entscheidung nicht bestimmen sollte, und es ist etwas völlig anderes als der einmalige Betrag für den Bau, den wir unter was eine Homepage kostet aufgeschlüsselt haben.

Die eigentliche Frage ist die andere: Was setzen Sie an Zeit oder Budget für Inhalte an? Eine Seite mit sauberer Technik und ohne Pflege ist nach etwa zwei Jahren an dem Punkt, an dem ein Neubau günstiger wirkt als das Aufholen. Das ist der teuerste Weg, und er beginnt damit, dass die laufenden Kosten beim Angebot nicht besprochen wurden. Unsere Preise samt dem, was danach anfällt, stehen offen auf der Preisseite.

Drei Betriebe, drei Rechnungen

Wie unterschiedlich das ausfällt, zeigen drei Fälle aus der Praxis. Alle drei Betriebe haben eine funktionierende Website, und alle drei zahlen etwas anderes.

BetriebAufbautechnisch im MonatInhalte im Monat
Malerbetrieb, 5 Seiten, Baukastenselbst gebaut22 € Abo inklusive allemeigene Zeit, unregelmäßig
Elektrobetrieb, 9 Seiten, gepflegtes Systembeauftragt12 € Domain und Hosting, 45 € Wartung1 Stunde eigene Zeit
Sanitärbetrieb, 20 Seiten, mit Ortsseitenbeauftragt30 € Hosting, 60 € Wartung150–300 € Textarbeit

Interessant ist die dritte Zeile. Dieser Betrieb zahlt technisch das Dreifache des ersten und inhaltlich ein Vielfaches, und er ist der einzige der drei, dessen Seite regelmäßig neue Anfragen bringt. Die laufenden Kosten sind hier kein Kostenblock, sondern der Betrag, mit dem die Seite arbeitet.

Der Malerbetrieb wiederum zahlt am wenigsten und hat trotzdem das schlechteste Verhältnis, weil seine 22 Euro nichts bewegen. Ein Abonnement, das nur die Technik am Leben hält, ist eine Standgebühr, keine Investition.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Website monatlich im Betrieb?

Die technischen Kosten liegen für einen kleinen Betrieb meist zwischen 10 und 40 Euro im Monat: Domain, Hosting und je nach System Wartung. Nicht enthalten ist die Arbeit an Inhalten, und die ist in der Praxis der größere Posten. Wer beides zusammen plant, kommt je nach Anspruch auf 50 bis 150 Euro im Monat.

Sind laufende Kosten bei einem Baukasten niedriger?

Nicht unbedingt. Baukasten-Tarife liegen häufig zwischen 15 und 30 Euro im Monat und enthalten Hosting und Wartung. Getrennt eingekauft ist es oft günstiger, dafür tragen Sie die Aktualisierungen selbst. Der Unterschied fällt kleiner aus, als die Werbung beider Seiten nahelegt.

Kann ich die laufenden Kosten einer Website steuerlich absetzen?

Betrieblich veranlasste Kosten für Domain, Hosting und Wartung sind in aller Regel abziehbare Betriebsausgaben. Was davon sofort wirkt und was über Jahre verteilt wird, haben wir unter Website-Kosten buchen getrennt; die Einordnung im Einzelfall gehört in die Hände Ihrer Steuerberatung. Das hier ist keine Steuerberatung, sondern der Hinweis, danach zu fragen.

Was kostet eine Website über fünf Jahre gerechnet?

Rechnen Sie den einmaligen Aufbau plus sechzig Monate laufende Kosten. Bei einer beauftragten Seite im mittleren vierstelligen Bereich und 60 Euro im Monat landen Sie über fünf Jahre grob beim Doppelten des Erstellungspreises. Beim Baukasten entfällt der Aufbau, dafür läuft das Abonnement unbegrenzt weiter, und die eigene Arbeitszeit steht in keiner dieser Rechnungen.

Kann ich laufende Website-Kosten senken, ohne der Seite zu schaden?

Ja, an drei Stellen: ungenutzte Abonnements kündigen, doppeltes Hosting nach einem Umzug abstellen und einen Wartungsvertrag wählen, der ein Änderungskontingent enthält statt jede Kleinigkeit einzeln zu berechnen. Beim Hosting selbst zu sparen lohnt sich dagegen selten, weil die Ladezeit direkt an den Anfragen hängt.

Was passiert, wenn ich die Wartung meiner Website weglasse?

Bei einem selbst gehosteten System steigt vor allem das Sicherheitsrisiko, weil veraltete Erweiterungen der übliche Einstiegspunkt sind. Dazu kommt der langsame Verfall: Formulare, die nicht mehr senden, Darstellungsfehler auf neuen Geräten, veraltete Angaben. Beides fällt meist erst auf, wenn ein Kunde es meldet.

Wenn Sie wissen wollen, was Ihre bestehende Seite an laufender Arbeit tatsächlich braucht, ist ein kurzes Gespräch der schnellste Weg. Wie die technischen Grundlagen zusammenhängen, steht im SEO-Leitfaden.

  • #website-kosten
  • #hosting
  • #wartung
  • #kmu

Weiterlesen

Brauchen Sie Hilfe bei Ihrer SEO?

Wir helfen Ihnen, Ihre Website zu optimieren und mehr organischen Traffic zu generieren.

Kontakt aufnehmen