Das Wichtigste in Kürze:
- Der Auftrag für die neue Terrasse wird im Winter vergeben, nicht im Mai
- Eigene Projektfotos verkaufen im Garten- und Landschaftsbau mehr als jede Leistungsbeschreibung
- Pflegeaufträge und Neuanlagen sprechen verschiedene Kunden an und gehören getrennt
Ein Hausbesitzer will im Frühjahr die alte Betonterrasse loswerden. Er sucht im Januar, holt drei Angebote ein und vergibt im Februar. Der Betrieb, der im Mai die schönste Seite hat, war zu diesem Zeitpunkt nicht im Rennen, weil im Januar niemand über ihn gestolpert ist.
Eine Website für Garten- und Landschaftsbau arbeitet deshalb gegen einen Kalender, den andere Gewerke nicht haben. Dazu kommt, dass Kunden hier eine Investition vergeben und nicht eine Reparatur beauftragen: Sie vergleichen, sie zeigen Bilder herum, sie fragen die Nachbarn. Was die Seite dafür können muss, steht in diesem Beitrag.
Warum eine Website für Garten- und Landschaftsbau anders funktioniert
Drei Eigenheiten unterscheiden das Gewerk vom übrigen Handwerk. Die erste ist die Saison: Die Suche läuft im Winter und im zeitigen Frühjahr, die Arbeit im Sommer. Wer erst sichtbar wird, wenn die Bagger rollen, hat den Vergabezeitraum verpasst.
Die zweite ist die Höhe der Entscheidung. Eine Neuanlage kostet oft so viel wie ein Kleinwagen, und niemand vergibt das nach einem Telefonat. Der Interessent liest, vergleicht und sucht nach Gründen, Ihnen zu vertrauen, bevor er anruft.
Die dritte ist der Charakter der Leistung. Ein Garten ist sichtbar, dauerhaft und im besten Fall vorzeigbar. Damit ist Ihre Website kein Prospekt, sondern eine Ausstellung, und sie steht und fällt mit dem, was darauf zu sehen ist.
Was auf die Website eines Garten- und Landschaftsbaubetriebs gehört
Die gute Nachricht: Der Umfang ist überschaubar. Entscheidend sind drei Bereiche, und sie werden in dieser Reihenfolge angesehen.
Projektfotos, die den Unterschied zeigen
Nichts überzeugt im Garten- und Landschaftsbau so schnell wie ein Vorher-Nachher-Paar. Der wilde Hang und dieselbe Fläche zwei Monate später mit Trockenmauer und Staudenbeet erklären Ihre Arbeit besser als jeder Absatz. Fotografieren Sie deshalb jedes Projekt zu Beginn, auch wenn es sich in dem Moment sinnlos anfühlt.
Wichtig sind eigene Bilder. Gekaufte Gartenmotive erkennt der Betrachter an der immer gleichen Postkartenperspektive, und mit dem Verdacht fällt das Vertrauen in den Rest der Seite. Ein Satz zu Aufgabe, Fläche und Ort neben jedem Bild macht daraus eine Referenz statt einer Galerie. Wie solche Fotos aufbereitet gehören, damit sie schnell laden und in der Bildersuche auftauchen, steht in unserem Beitrag zur Bilder-SEO.
Für die Aufnahme selbst genügen drei Regeln. Fotografieren Sie vom selben Standpunkt wie das Vorher-Bild, sonst zerfällt der Vergleich. Nehmen Sie bedeckten Himmel gegenüber Mittagssonne, weil harte Schatten Struktur schlucken. Und halten Sie ein Detail fest, nicht nur die Totale: die saubere Kante der Pflasterung, die Fuge der Trockenmauer, den Übergang zur Rasenfläche. Genau daran erkennt ein Kunde Handwerk.
Was im Text zu einem Referenzprojekt stehen sollte
Drei bis fünf Sätze genügen, aber sie sollten konkret sein. „Hangbefestigung in Niefern, rund 90 Quadratmeter, Trockenmauer aus Muschelkalk, Ausführung im Frühjahr 2026, Bauzeit zwei Wochen" sagt einem Interessenten mehr als ein Absatz über Leidenschaft für Gärten.
Nützlich ist außerdem der Satz zur Aufgabe: was das Problem war, bevor Sie da waren. Ein Hang, der bei jedem Starkregen Erde auf die Terrasse spülte, beschreibt eine Situation, in der sich der Leser wiedererkennt. Genau diese Wiedererkennung löst die Anfrage aus, nicht die Aufzählung Ihrer Maschinen.
Pflege und Neuanlage gehören getrennt
Die meisten Betriebe leben von zwei sehr verschiedenen Geschäften. Die Neuanlage spricht Privatleute an, die einmal viel Geld ausgeben. Die Pflege spricht Hausverwaltungen, Kommunen und Gewerbekunden an, die ein Jahresbudget haben und einen verlässlichen Partner suchen.
Beide auf einer Seite mit derselben Ansprache zu bedienen, schwächt jede Hälfte. Eigene Unterseiten mit eigener Sprache und passenden Referenzen sind hier kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen einer Anfrage und keiner. Sie helfen zusätzlich bei Google, weil jede Seite dann ein klares Thema hat.
Die Anfrage muss vorbereitet ankommen
Ein Formular mit den Feldern Name, E-Mail und Nachricht erzeugt Anfragen, mit denen niemand arbeiten kann. Fragen Sie stattdessen nach Ort, ungefährer Fläche, Wunschzeitraum und danach, ob Fotos vorliegen. Zwei Felder mehr kosten Sie ein paar Interessenten und ersparen Ihnen mehrere Telefonate je Anfrage.
Wer den Aufwand einer Vor-Ort-Besichtigung kalkuliert, weiß, warum das zählt: Die halbe Stunde Fahrt entscheidet sich an Angaben, die im Formular fehlten.
Welche Seiten eine Website für Garten- und Landschaftsbau braucht
Der Umfang, mit dem die meisten Betriebe gut fahren, liegt bei sieben bis zehn Seiten. Mehr wird selten gepflegt, weniger lässt für Google zu wenig Angriffsfläche.
Auf die Startseite gehört, was Sie machen, für wen und wo, dazu drei starke Projektbilder und die Telefonnummer. Danach folgt für jede Hauptleistung eine eigene Seite: Gartenneuanlage, Terrassen- und Wegebau, Zaun und Sichtschutz, Baumpflege, Grünpflege im Objekt. Jede dieser Seiten braucht eigene Bilder und einen eigenen Text, sonst ist sie für die Suche wertlos.
Dazu kommen eine Referenzübersicht, eine Seite über den Betrieb mit Gesichtern statt Symbolbildern, die Kontaktseite mit Formular und Karte sowie die rechtlich verlangten Angaben. Wer im Einzugsgebiet mehrere Orte bedient, ergänzt später Seiten wie „Gartenneuanlage in Mühlacker" mit echten Projekten von dort. Diese Ortsseiten sind der Teil, der über Monate den größten Unterschied bei den Anfragen macht.
Eine Stellenseite lohnt fast immer. Der Fachkräftemangel im Gewerk ist real, und „Landschaftsgärtner Stellenangebot" plus Ort wird gesucht. Für viele Betriebe ist das inzwischen der zweitwichtigste Grund für eine Website.
Pflegeaufträge gewinnen: Hausverwaltung, Kommune, Gewerbe
Das Geschäft mit wiederkehrenden Pflegeverträgen läuft anders als das mit Privatkunden, und die Website muss diesen Unterschied abbilden. Ein Objektbetreuer sucht keine schönen Bilder, er sucht Verlässlichkeit: Reagiert der Betrieb, hält er Termine, kann er die Fläche überhaupt bedienen?
Zeigen Sie deshalb auf der Pflegeseite andere Dinge als auf der Neuanlage-Seite. Welche Objektgrößen Sie betreuen, in welchem Rhythmus, mit welcher Ausstattung, ob Winterdienst dazugehört, wie schnell Sie im Störungsfall vor Ort sind. Eine Referenz mit Objektart statt Namen, etwa „Wohnanlage mit 40 Einheiten, Pforzheim, Grünpflege seit 2022", ist hier stärker als jedes Foto.
Und nennen Sie einen Ansprechpartner mit Durchwahl. Wer Aufträge im Namen einer Verwaltung vergibt, will nicht über ein Formular schreiben, sondern jemanden erreichen.
Wie ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb lokal gefunden wird
Die Suche läuft fast immer mit Ortsbezug. Für Sie heißt das: Das Google-Unternehmensprofil ist genauso wichtig wie die Website, weil der Kartenblock über den ersten organischen Treffern steht. Wie Sie es korrekt anlegen, steht im Beitrag dazu, wie man seine Firma bei Google einträgt.
Auf der Website selbst zahlt sich Konkretes aus. Ein Betrieb, der seine Orte nennt und für die wichtigsten eine eigene Seite mit echten Projekten anlegt, hat bessere Karten als einer, der „Region Nordschwarzwald" schreibt. Wie diese Signale zusammenspielen, fasst der Leitfaden zu lokalem SEO zusammen. Vieles davon gilt für Handwerksbetriebe allgemein; die Grundlagen dazu stehen im Beitrag zur Website für Handwerker.
Was eine Website für Garten- und Landschaftsbau kostet
Der Rahmen unterscheidet sich nicht vom übrigen Handwerk: Für eine solide Seite mit Referenzbereich und getrennten Leistungsseiten liegen die Marktspannen meist im mittleren vierstelligen Bereich. Die Einordnung mit allen Kostentreibern steht im Beitrag dazu, was eine Homepage kostet.
Eine Besonderheit gibt es doch. Der Referenzbereich lebt, er wächst mit jedem Projekt, und deshalb sollte das Einpflegen neuer Bilder ohne Rechnung möglich sein. Klären Sie vor der Beauftragung, wie Sie selbst ein Projekt ergänzen; welche Punkte sonst noch in ein belastbares Angebot gehören, steht im Beitrag dazu, wie Sie eine Website erstellen lassen.
Wann der richtige Zeitpunkt für die neue GaLaBau-Website ist
Der Kalender gibt die Antwort vor. Wenn die Seite zur Vergabesaison im Januar stehen soll, beginnt die Arbeit im Herbst, und zwar aus einem praktischen Grund: Im Sommer haben Sie keine Zeit für Texte und Fotos, im Winter fehlen die grünen Motive. Fotografieren im September, bauen im Oktober und November, starten im Dezember.
Wie viel Zeit ein solches Projekt tatsächlich braucht und woran es sich meist verzögert, haben wir unter wie lange es dauert, eine Website zu erstellen, aufgeschlüsselt.
Auch nach dem Start folgt die Website dem Gartenjahr. Ein grober Rhythmus, der sich in der Praxis bewährt hat:
| Zeitraum | was auf der Website ansteht |
|---|---|
| Januar bis März | Anfragen bearbeiten, nichts umbauen |
| April bis August | jedes Projekt vorher und nachher fotografieren |
| September, Oktober | Referenzen einpflegen, Texte aktualisieren |
| November, Dezember | Umbau oder neue Seite, Preise prüfen |
Der wichtigste Eintrag ist der in der zweiten Zeile, und er kostet je Projekt zwei Minuten. Wer das ganze Jahr über fotografiert, hat im Herbst Material für zehn Referenzen. Wer es lässt, steht im Winter vor einer Website, die dasselbe zeigt wie im Vorjahr.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Website für einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb?
Für eine solide Seite mit Referenzbereich, getrennten Leistungsseiten und einem brauchbaren Anfrageformular liegen die Marktspannen meist im mittleren vierstelligen Bereich. Der größte Posten sind nicht Technik oder Gestaltung, sondern Fotos und Texte. Wer eigene Projektbilder mitbringt, senkt den Preis spürbar.
Wie wichtig sind Referenzfotos für eine GaLaBau-Website?
Sie sind das stärkste Verkaufsargument, das Sie haben. Kunden vergeben eine sichtbare, teure Leistung und wollen sehen, was Sie können, bevor sie anrufen. Vorher-Nachher-Paare aus eigenen Projekten wirken dabei deutlich besser als einzelne schöne Aufnahmen ohne Zusammenhang.
Reicht ein Google-Profil statt einer Website für den Garten- und Landschaftsbau?
Für die erste Sichtbarkeit in der Karte ist das Profil unverzichtbar, für die Entscheidung reicht es nicht. Bei einer Investition im vierstelligen Bereich sucht der Interessent Tiefe: mehrere Projekte, klare Leistungen, ein Gesicht. Beides zusammen wirkt, eins allein bleibt Stückwerk.
Wie viele Seiten braucht eine Website für Garten- und Landschaftsbau?
Sieben bis zehn sind für die meisten Betriebe die richtige Größe: Startseite, eine Seite je Hauptleistung, Referenzen, Über uns, Kontakt und die Pflichtangaben. Wer mehrere Orte bedient, ergänzt später Ortsseiten mit echten Projekten von dort. Eine Stellenseite lohnt sich in diesem Gewerk fast immer.
Bringt eine Website im Garten- und Landschaftsbau auch Pflegeaufträge?
Ja, aber nur mit einer eigenen Seite dafür. Hausverwaltungen und Gewerbekunden suchen andere Angaben als Privatleute: Objektgrößen, Rhythmus, Erreichbarkeit, Winterdienst. Eine Referenz mit Objektart und Betreuungsdauer wirkt hier stärker als das schönste Gartenfoto.
Wann sollte ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb seine Website erneuern?
Am besten im Herbst, damit die neue Seite zur Vergabesaison im Winter steht. Inhaltlich lohnt der Blick auf die Fotos: Wenn die jüngste Referenz drei Jahre alt ist, wirkt der Betrieb kleiner und weniger aktiv, als er ist. Ob die technischen Grundlagen noch tragen, zeigt der kostenlose Website-Check in etwa zehn Sekunden.
Wenn Sie vor der Wintersaison sortieren wollen, was Ihre Seite bereits leistet und was fehlt, klären wir das in einem kurzen Gespräch.