Das Wichtigste in Kürze:
- Der Eintrag ist kostenlos – für die Registrierung selbst zahlen Sie an Google nichts
- Ohne Bestätigung des Standorts bleibt der Eintrag wirkungslos, sie ist der eigentliche Schritt
- Nach dem Eintrag entscheidet die Pflege darüber, ob Sie im Kartenblock auftauchen
Ein Kunde sucht „Elektriker in der Nähe" und bekommt drei Betriebe mit Karte, Bewertungen und Anrufbutton angezeigt. Sie stehen nicht dabei – nicht weil Ihre Arbeit schlechter wäre, sondern weil Google nicht weiß, dass es Sie gibt.
Der Eintrag, der das ändert, heißt Google-Unternehmensprofil und ist kostenlos. Er ist die Grundlage für alles, was danach an lokaler Sichtbarkeit folgt, und in einer knappen Stunde erledigt. Der Aufwand liegt nicht im Anlegen, sondern in der Bestätigung und in der Pflege danach.
Diese Anleitung geht den Weg von vorne durch und zeigt an den Stellen, an denen die meisten Betriebe scheitern, was tatsächlich zu tun ist.
Wer sich überhaupt eintragen darf
Google verlangt einen Kundenkontakt an einem Ort. Das können Sie auf zwei Arten erfüllen, und die Entscheidung fällt gleich zu Beginn.
| Betriebsart | Beispiel | Was Sie angeben |
|---|---|---|
| Ladengeschäft | Praxis, Kanzlei, Friseur, Restaurant | Adresse, die öffentlich sichtbar ist |
| Dienstleistungsgebiet | Handwerker, Pflegedienst, Fotograf | Einzugsgebiet statt sichtbarer Adresse |
Diese Weiche ist wichtiger, als sie aussieht. Wer von zu Hause arbeitet und die Privatadresse öffentlich anzeigt, riskiert eine Sperrung. Richtig ist in diesem Fall das Dienstleistungsgebiet: Sie hinterlegen die Adresse zur Prüfung, blenden sie aber öffentlich aus und geben stattdessen an, welche Orte Sie bedienen.
Reine Onlineshops ohne Kundenkontakt vor Ort können kein Profil anlegen. Ein Postfach oder eine virtuelle Büroadresse reichen ebenfalls nicht.
Der Eintrag in fünf Schritten
- Prüfen, ob bereits ein Eintrag existiert: Firmenname und Ort googeln. Viele Betriebe sind längst automatisch erfasst und müssen den Eintrag nur beanspruchen statt neu anlegen.
- Profil anlegen oder beanspruchen unter dem Google-Unternehmensprofil, mit einem Google-Konto, das dauerhaft der Firma gehört.
- Firmenname, Kategorie und Adresse oder Dienstleistungsgebiet eintragen.
- Standort bestätigen – üblicherweise per Postkarte mit Code, je nach Branche auch per Telefon, E-Mail oder Video.
- Profil vollständig ausfüllen: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website, Leistungen, Fotos.
Nutzen Sie das richtige Konto
Legen Sie den Eintrag nicht über das private Konto eines Mitarbeiters an. Wenn diese Person das Unternehmen verlässt, verlieren Sie den Zugriff auf ein Profil, das inzwischen Ihre gesammelten Bewertungen trägt – und die Rückholung ist mühsam. Verwenden Sie ein Firmenkonto und geben Sie weiteren Personen darüber Zugriff.
Der Firmenname ist kein Werbeplatz
In das Namensfeld gehört ausschließlich der Name, unter dem Sie firmieren. „Müller Elektro" ist richtig, „Müller Elektro – Elektriker Pforzheim Notdienst" ist ein Sperrgrund. Ortsbezug und Leistungen bringen Sie über Kategorien, Beschreibung und Ihre Website unter; wie das systematisch funktioniert, steht in unserem Beitrag zu lokalen Keywords.
Die Hauptkategorie entscheidet mehr als alles andere
Google zeigt Sie in erster Linie für Suchanfragen an, die zu Ihrer Hauptkategorie passen. Wählen Sie also die, die Ihr Kerngeschäft trifft, nicht die breiteste. Ein Betrieb, der überwiegend Bäder saniert, ist als „Sanitärinstallateur" besser aufgehoben denn als „Bauunternehmen". Weitere Leistungen ergänzen Sie als Zusatzkategorien.
Die Bestätigung ist der eigentliche Schritt
Ein unbestätigtes Profil erscheint nicht im Kartenblock. Genau hier bleiben viele Betriebe hängen: Der Eintrag ist angelegt, die Postkarte kam nie an oder landete im Papierkorb, und Monate später wundert man sich über ausbleibende Wirkung.
Die Postkarte braucht in der Regel ein bis zwei Wochen und enthält einen Code, den Sie im Dashboard eingeben. Achten Sie darauf, dass Ihr Name am Briefkasten steht und mit der Angabe im Profil übereinstimmt – sonst kommt die Karte zurück.
Kommt sie nicht an, können Sie die Zusendung erneut anfordern. Ändern Sie in der Wartezeit nichts an Adresse oder Firmenname, sonst beginnt der Vorgang von vorne.
Was den Eintrag kostet
Nichts. Weder das Anlegen noch die Bestätigung noch die Pflege kosten bei Google Geld. Wenn Sie einen Anruf bekommen, in dem jemand Gebühren für Ihren Google-Eintrag verlangt oder mit dem Verlust des Eintrags droht, ist das kein Anruf von Google.
Solche Anrufe sind verbreitet und zielen genau auf Betriebe, die den Eintrag gerade angelegt haben. Google ruft nicht an, um Geld für einen Eintrag zu verlangen.
Nach dem Eintrag fängt die Arbeit an
Ein angelegtes Profil ist keine Platzierung. Ob Sie im Kartenblock erscheinen, hängt danach an drei Dingen: der Vollständigkeit des Profils, den Bewertungen und der Übereinstimmung Ihrer Firmendaten im übrigen Netz.
Füllen Sie zuerst alles aus, was das Profil anbietet – Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, Leistungen, Zahlungsarten, Fotos. Je mehr Angaben hinterlegt sind, desto mehr Suchanfragen kann Google Ihrem Eintrag überhaupt zuordnen.
Bewertungen sind der zweite Hebel und der, den Betriebe am meisten unterschätzen. Wie Sie systematisch dazu kommen, ohne aufdringlich zu wirken, steht in unserem Beitrag zu Google-Bewertungen für lokale Unternehmen.
Der dritte Punkt ist der unsichtbarste: Ihre Firmendaten müssen überall identisch sein – im Profil, im Impressum, in regionalen Branchenverzeichnissen. Abweichende Schreibweisen kosten Vertrauen bei Google, wie der Beitrag zur NAP-Konsistenz im Detail erklärt.
Sollte Ihr Eintrag irgendwann verschwinden oder sich nicht mehr bearbeiten lassen, hilft unser Beitrag dazu, was bei einem gesperrten Google-Unternehmensprofil zu tun ist.
Wie Profil, Website und regionale Signale zusammenspielen, fasst unser Leitfaden zu lokalem SEO zusammen. Und ob Ihre Website die Grundlagen erfüllt, auf die Google beim Abgleich schaut, sagt Ihnen in wenigen Sekunden der kostenlose Website-Check.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Google-Eintrag wirklich kostenlos?
Ja. Anlegen, Bestätigen und Pflegen eines Google-Unternehmensprofils kosten nichts. Kostenpflichtig sind nur Anzeigen, und die sind vom Eintrag unabhängig. Anrufe, in denen Gebühren für den Eintrag verlangt werden, kommen nicht von Google.
Kann ich meine Firma ohne Adresse eintragen?
Ja, wenn Sie zum Kunden fahren. Legen Sie das Profil dann als Dienstleistungsgebiet an: Sie hinterlegen eine Adresse zur Prüfung, blenden sie öffentlich aus und geben stattdessen die Orte an, die Sie bedienen. Die Privatadresse öffentlich sichtbar zu lassen, führt bei Betrieben ohne Ladenlokal häufig zur Sperrung.
Wie lange dauert es, bis der Eintrag sichtbar ist?
Nach erfolgreicher Bestätigung erscheint das Profil meist innerhalb weniger Tage. Die Bestätigung selbst dauert bei der Postkarte in der Regel ein bis zwei Wochen. Bis Sie für umkämpfte Suchbegriffe im Kartenblock stehen, vergehen erfahrungsgemäß deutlich längere Zeiträume – der Eintrag ist die Voraussetzung, nicht das Ergebnis.
Was mache ich, wenn es meine Firma schon bei Google gibt?
Dann beanspruchen Sie den bestehenden Eintrag, statt einen neuen anzulegen. Google erfasst viele Betriebe automatisch aus anderen Quellen. Über die Funktion zum Beanspruchen weisen Sie nach, dass Sie zum Unternehmen gehören, und übernehmen den Eintrag samt vorhandener Bewertungen.