Das Wichtigste in Kürze:
- Gäste entscheiden am Handy und in Sekunden, Fotos und Bewertungen zählen mehr als jeder Werbetext
- Das Google-Profil ist Ihre wichtigste Speisekarte im Netz, nicht die Website
- Aktuelle Öffnungszeiten klingen banal, sind aber der häufigste Grund für verärgerte Gäste
Jemand steht in Ihrer Stadt, hat Hunger und tippt „Restaurant in der Nähe" ins Handy. Was jetzt erscheint, mit Fotos, Sternen und Öffnungszeiten, entscheidet, wo er in zehn Minuten sitzt. In dieser Situation gewinnt nicht die beste Küche, sondern der beste Auftritt bei Google.
Das ist keine schlechte Nachricht, im Gegenteil. Ein überzeugender Google-Auftritt kostet Sie fast nichts außer etwas Regelmäßigkeit, und viele Betriebe in Ihrer Umgebung vernachlässigen ihn. Wer hier gründlich ist, sticht heraus, ohne einen Cent für Werbung auszugeben.
Dieser Artikel zeigt, worauf es in der Gastronomie tatsächlich ankommt, und was Sie sich sparen können.
Ihr Google-Profil ist die wichtigere Speisekarte
Bei „Restaurant [Ort]" oder „Essen in der Nähe" zeigt Google zuerst den Kartenblock, Lokale mit Foto, Bewertung, Öffnungszeiten und Wegbeschreibung. Der entscheidet über den Besuch, und er speist sich aus Ihrem Google-Unternehmensprofil, nicht aus Ihrer Website.
Das Profil muss deshalb vollständig und aktuell sein: Küche, Preisniveau, Öffnungszeiten, Speisekarte, Reservierungsmöglichkeit. Falls Sie noch keines eingerichtet haben, führt unsere Anleitung durch, wie Sie Ihr Lokal bei Google eintragen, die laufende Pflege der Beitrag zum Verwalten des Google-Unternehmensprofils.
| Hebel | Wirkung | Aufwand |
|---|---|---|
| Google-Profil mit Fotos | Sichtbarkeit und erster Eindruck | Einrichten, monatlich pflegen |
| Aktuelle Öffnungszeiten | verhindert verärgerte Gäste | Feiertage einmal im Jahr eintragen |
| Bewertungen | Vertrauen und Klickrate | laufend |
Fotos entscheiden mehr als Worte
In keinem Bereich zählen Bilder so viel wie in der Gastronomie. Ein Gast, der zwischen zwei Lokalen wählt, schaut auf die Fotos, vom Essen, vom Raum, von der Terrasse. Gutes Bildmaterial verkauft ein Gericht besser als jede Beschreibung, und schlechtes oder fehlendes Bildmaterial schreckt ab.
Investieren Sie hier zuerst. Ein paar wirklich gute Aufnahmen Ihrer Gerichte und Räume, bei gutem Licht aufgenommen, wirken mehr als jede Anzeige. Wie Sie Bilder für die lokale Wirkung einsetzen, zeigt unser Beitrag zu Fotos für lokales Marketing.
Bewertungen und die Kunst der Antwort
Bewertungen sind in der Gastronomie besonders sichtbar und besonders wirksam. Eine gute durchschnittliche Bewertung mit vielen Stimmen bringt Gäste, eine schwache oder dünne Bewertungslage hält sie fern.
Antworten Sie auf Bewertungen, gerade auf kritische. Wer öffentlich sachlich auf eine Beschwerde reagiert, ohne Rechtfertigung, mit dem Angebot, es beim nächsten Mal besser zu machen, überzeugt die Mitleser mehr als jede Fünf-Sterne-Bewertung. Wie Sie systematisch zu Bewertungen kommen, steht in unserem Beitrag zu Google-Bewertungen für lokale Unternehmen; ist eine Bewertung unberechtigt, hilft der Beitrag dazu, wann sich eine Google-Bewertung löschen lässt.
Der unterschätzte Klassiker: falsche Öffnungszeiten
Der häufigste Grund für eine verärgerte Bewertung in der Gastronomie ist ein Gast, der vor verschlossener Tür steht, weil Google „geöffnet" angezeigt hat. An Feiertagen, im Betriebsurlaub, bei geänderten Zeiten, hier entsteht Frust, der vermeidbar ist.
Tragen Sie Sonderöffnungszeiten für das ganze Jahr im Voraus ein. Ein Termin im Januar, und das Thema ist für zwölf Monate erledigt. Das ist der billigste Schutz vor schlechten Bewertungen, den es gibt.
Was Ihre Website noch leisten muss
Die Website ist in der Gastronomie zweitrangig, aber nicht überflüssig. Sie beantwortet, was ins Profil nicht passt: die vollständige Speisekarte, die Geschichte des Hauses, Reservierung und für Feiern die Räumlichkeiten. Wichtig ist, dass sie am Handy schnell lädt und die Reservierung mit einem Tipp möglich ist.
Ob Ihre Seite diese Grundlagen erfüllt, prüft in Sekunden der kostenlose Website-Check. Den größeren Rahmen fasst unser Leitfaden zu lokalem SEO zusammen, die touristische Perspektive vertieft unser Beitrag zu Tourismus-SEO für Hotels und Gastronomie.
Was Sie sich sparen können
Aufwendige, teure Kampagnen bringen einem lokalen Lokal selten den Aufwand zurück, Ihre Gäste kommen aus dem Umkreis, nicht aus einer bundesweiten Reichweite. Konzentrieren Sie das Budget auf gute Fotos und ein gepflegtes Profil, bevor Sie an bezahlte Werbung denken.
Sparen Sie sich auch jeden Anbieter, der eine bestimmte Google-Platzierung garantiert. Das kann niemand zusagen, und in der Gastronomie zählt ohnehin die Summe aus Fotos, Bewertungen und Aktualität mehr als jeder Trick.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich als Restaurant überhaupt eine Website?
Sie kommen mit einem sehr gut gepflegten Google-Profil weit, aber eine schlanke Website ergänzt es sinnvoll: für die vollständige Speisekarte, Reservierungen und Feiern. Wichtiger als eine aufwendige Seite ist ein vollständiges, aktuelles Google-Unternehmensprofil mit guten Fotos.
Was ist wichtiger, Fotos oder Bewertungen?
Beide zusammen entscheiden, aber ohne gute Fotos werden Ihre Bewertungen seltener überhaupt angeschaut. Fotos ziehen den Blick an, Bewertungen bestätigen die Wahl. Wenn Sie mit einem anfangen, sind es gute, aktuelle Fotos Ihrer Gerichte und Räume.
Wie vermeide ich schlechte Bewertungen wegen Öffnungszeiten?
Tragen Sie Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub für das ganze Jahr im Voraus in Ihr Google-Profil ein. Der häufigste Auslöser für vermeidbaren Ärger ist ein Gast, der vor verschlossener Tür steht, obwohl Google „geöffnet" anzeigte.
Lohnt sich bezahlte Werbung für ein Lokal?
Meist erst, nachdem die Grundlagen stehen. Ein vollständiges Profil, gute Fotos und eine solide Bewertungslage bringen bei einem lokalen Betrieb in der Regel mehr pro eingesetztem Euro als bezahlte Anzeigen. Wenn Sie werben, dann eng auf Ihr Einzugsgebiet begrenzt.