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Lokales SEO

Marketing für die Gastronomie: mehr Gäste gewinnen

Marketing für die Gastronomie: Wie Restaurants und Cafés mit Google-Profil, guten Fotos und Bewertungen mehr Gäste gewinnen, ohne teure Kampagnen.

22. Juli 202610 Min.
Marketing für die Gastronomie: mehr Gäste gewinnen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gäste entscheiden am Handy und in Sekunden, Fotos und Bewertungen zählen mehr als jeder Werbetext
  • Das Google-Profil ist Ihre wichtigste Speisekarte im Netz, nicht die Website
  • Aktuelle Öffnungszeiten klingen banal, sind aber der häufigste Grund für verärgerte Gäste
  • Die Reihenfolge entscheidet: erst das Profil, dann die Fotos, ganz zuletzt bezahlte Werbung

Jemand steht in Ihrer Stadt, hat Hunger und tippt „Restaurant in der Nähe" ins Handy. Was jetzt erscheint, mit Fotos, Sternen und Öffnungszeiten, entscheidet, wo er in zehn Minuten sitzt. In dieser Situation gewinnt nicht die beste Küche, sondern der beste Auftritt bei Google.

Das ist keine schlechte Nachricht, im Gegenteil. Ein überzeugender Google-Auftritt kostet Sie fast nichts außer etwas Regelmäßigkeit, und viele Betriebe in Ihrer Umgebung vernachlässigen ihn. Wer hier gründlich ist, sticht heraus, ohne einen Cent für Werbung auszugeben.

Ob Restaurant, Café oder Imbiss: Der Weg zum Gast läuft in allen Fällen über dieselben Stellen. Dieser Artikel zeigt, worauf es im Marketing für die Gastronomie tatsächlich ankommt, und was Sie sich sparen können.

Das Google-Profil ist die wichtigste Speisekarte Ihres Restaurants

Bei „Restaurant [Ort]" oder „Essen in der Nähe" zeigt Google zuerst den Kartenblock, Lokale mit Foto, Bewertung, Öffnungszeiten und Wegbeschreibung. Der entscheidet über den Besuch, und er speist sich aus Ihrem Google-Unternehmensprofil, nicht aus Ihrer Website.

Das Profil muss deshalb vollständig und aktuell sein: Küche, Preisniveau, Öffnungszeiten, Speisekarte, Reservierungsmöglichkeit. Achten Sie besonders auf die Hauptkategorie. Ein Haus, das sich als „Restaurant" führt, obwohl es überwiegend Frühstück und Kuchen verkauft, erscheint bei den falschen Suchen und fehlt bei den richtigen. Die Kategorie ist der stärkste einzelne Schalter im ganzen Profil.

Falls Sie noch keines eingerichtet haben, führt unsere Anleitung durch, wie Sie Ihr Lokal bei Google eintragen, die laufende Pflege der Beitrag zum Verwalten des Google-Unternehmensprofils.

HebelWirkungAufwand
Google-Profil mit FotosSichtbarkeit und erster EindruckEinrichten, monatlich pflegen
Richtige Hauptkategorieerscheint bei den passenden Sucheneinmalig, fünf Minuten
Aktuelle Öffnungszeitenverhindert verärgerte GästeFeiertage einmal im Jahr eintragen
BewertungenVertrauen und Klickratelaufend

SEO für Restaurants: die Suchbegriffe, die Gäste eingeben

Gäste suchen selten nach dem Namen Ihres Hauses. Sie suchen nach Küche und Ort, nach „italienisch essen Pforzheim" oder „Restaurant mit Terrasse in der Nähe". Wer diese Wörter weder auf der Seite noch im Profil führt, taucht bei genau diesen Suchen nicht auf, auch wenn das Lokal zweihundert Meter entfernt liegt.

Der häufigste Fehler ist schnell erklärt: Die Website nennt nur den Eigennamen. „Gasthaus Sonne" steht im Seitentitel, aber weder die Küche noch die Stadt. Damit fehlt Google die Verbindung zwischen Ihrem Haus und dem, was Ihre Gäste eingeben. Ein Titel wie „Gasthaus Sonne | Schwäbische Küche in Pforzheim" schließt diese Lücke, ohne dass sich sonst etwas ändern müsste.

Der zweite Bereich sind Anlässe. Viele Suchen zielen nicht auf ein Restaurant, sondern auf eine Gelegenheit: Betriebsfeier, Geburtstag, Mittagstisch, Brunch am Sonntag. Wenn Sie so etwas anbieten, gehört es als eigener Abschnitt auf die Seite, in den Worten Ihrer Gäste. Welche Begriffe das in Ihrer Umgebung sind, klärt der Beitrag zur lokalen Keyword-Strategie.

Was Gäste eingebenWas dafür bei Ihnen stehen muss
„italienisch essen [Ort]"Küchenart und Ort im Seitentitel
„Restaurant mit Terrasse"Ausstattung im Profil und im Text benannt
„Betriebsfeier [Ort]"eigener Abschnitt zu Feiern, mit Personenzahl
„Mittagstisch [Ort]"Mittagskarte als Text, mit Zeiten
„Restaurant in der Nähe"vollständiges Profil, Hauptkategorie richtig gesetzt

Fotos sind das stärkste Werbemittel der Gastronomie

In keinem Bereich zählen Bilder so viel wie in der Gastronomie. Ein Gast, der zwischen zwei Lokalen wählt, schaut auf die Fotos, vom Essen, vom Raum, von der Terrasse. Gutes Bildmaterial verkauft ein Gericht besser als jede Beschreibung, und schlechtes oder fehlendes Bildmaterial schreckt ab.

Investieren Sie hier zuerst. Ein paar wirklich gute Aufnahmen Ihrer Gerichte und Räume, bei gutem Licht aufgenommen, wirken mehr als jede Anzeige. Wenn Sie an einer Stelle Geld ausgeben, dann an dieser: Ein halber Tag mit einem Fotografen liefert Material, das jahrelang trägt.

Wichtig ist außerdem, gelegentlich nachzulegen. Ein Profil, dessen letzte Bilder aus dem Eröffnungsjahr stammen, wirkt auf Gäste wie ein Betrieb, bei dem sich nichts mehr tut. Wie Sie Bilder für die lokale Wirkung einsetzen, zeigt unser Beitrag zu Fotos für lokales Marketing.

Bewertungen als Marketing für Ihr Restaurant

Bewertungen sind in der Gastronomie besonders sichtbar und besonders wirksam. Eine gute durchschnittliche Bewertung mit vielen Stimmen bringt Gäste, eine schwache oder dünne Bewertungslage hält sie fern. Dabei zählt nicht nur die Note, sondern auch die Menge und wie frisch die Stimmen sind.

Antworten Sie auf Bewertungen, gerade auf kritische. Wer öffentlich sachlich auf eine Beschwerde reagiert, ohne Rechtfertigung, mit dem Angebot, es beim nächsten Mal besser zu machen, überzeugt die Mitleser mehr als jede Fünf-Sterne-Bewertung. Der Mitleser ist ohnehin der eigentliche Adressat, nicht der verärgerte Gast.

Wie Sie systematisch zu Bewertungen kommen, steht in unserem Beitrag zu Google-Bewertungen für lokale Unternehmen; ist eine Bewertung unberechtigt, hilft der Beitrag dazu, wann sich eine Google-Bewertung löschen lässt.

Falsche Öffnungszeiten: der teuerste Fehler im Gastronomie-Marketing

Der häufigste Grund für eine verärgerte Bewertung in der Gastronomie ist ein Gast, der vor verschlossener Tür steht, weil Google „geöffnet" angezeigt hat. An Feiertagen, im Betriebsurlaub, bei geänderten Zeiten, hier entsteht Frust, der vermeidbar ist.

Tragen Sie Sonderöffnungszeiten für das ganze Jahr im Voraus ein. Ein Termin im Januar, und das Thema ist für zwölf Monate erledigt. Das ist der billigste Schutz vor schlechten Bewertungen, den es gibt, und er kostet Sie eine Stunde.

Ihr Restaurant bekannt machen, ohne Werbebudget

Ein neues Lokal oder ein Haus unter neuer Führung steht vor derselben Frage: Wie erfahren Leute davon, wenn kein Geld für Anzeigen da ist. Die Antwort liegt fast immer in der Nachbarschaft, nicht im Netz allein.

Hotels und Pensionen ohne eigene Küche empfehlen ihren Gästen Restaurants im Umkreis. Wer dort einmal persönlich vorbeigeht und Karten hinterlässt, steht auf der Empfehlungsliste, oft über Jahre. Dasselbe gilt für Ferienwohnungen und die Touristinformation. Das kostet einen Nachmittag und wirkt länger als jede Anzeigenwoche.

Der zweite Weg sind die Verzeichnisse, die in Ihrer Region wirklich gelesen werden: der Veranstaltungskalender der Stadt, das Portal des Gewerbevereins, regionale Ausflugsseiten. Solche Einträge bringen zweierlei, Besucher und Verweise auf Ihre Seite. Wie man diese Verbindungen aufbaut, beschreibt der Beitrag zu lokalen Partnerschaften und Kooperationen.

Bleiben Ihre Stammgäste. Wer zufrieden geht, empfiehlt weiter, wenn man ihn darum bittet. Eine freundliche Bitte um eine Bewertung beim Zahlen ist das billigste Marketing, das die Gastronomie kennt.

Content-Marketing für die Gastronomie: Instagram und die eigene Seite

In kaum einer Branche liegt Instagram so nahe wie in der Gastronomie. Essen wird fotografiert, Räume wirken auf Bildern, und ein gepflegtes Profil ersetzt ein Stück Werbung. Der Fehler liegt selten darin, dass Betriebe kein Instagram machen. Er liegt darin, dass sie nur Instagram machen.

Instagram beantwortet die Frage „Restaurant in der Nähe" nicht. Wer hungrig ist und sucht, landet bei Google, nicht in einem Profil, dem er noch nicht folgt. Instagram hält Menschen, die Sie schon kennen, Google bringt Menschen, die Sie noch nicht kennen. Beides hat seinen Wert, aber nur eines davon füllt an einem stillen Dienstag die Tische.

Wenn Sie beides bedienen wollen, halten Sie es einfach: das Tagesgericht, gelegentlich die Menschen in der Küche, die Terrasse bei gutem Wetter. Regelmäßigkeit schlägt Aufwand. Was sich an sozialen Netzwerken für lokale Betriebe lohnt und was nicht, steht im Beitrag zu Social Media für lokale Unternehmen.

Die Website als Ergänzung im Restaurant-Marketing

Die Website ist in der Gastronomie zweitrangig, aber nicht überflüssig. Sie beantwortet, was ins Profil nicht passt: die vollständige Speisekarte, die Geschichte des Hauses, Reservierung und für Feiern die Räumlichkeiten. Wichtig ist, dass sie am Handy schnell lädt und die Reservierung mit einem Tipp möglich ist.

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: die Karte als Text, nicht als PDF. Ein PDF lässt sich am Handy schlecht lesen, und Google kann die Gerichte darin kaum verwerten. Wer „Wiener Schnitzel Pforzheim" sucht, findet ein Haus mit Textkarte und eines mit PDF nicht gleich gut. Welche Seiten sonst nötig sind, steht im Beitrag zur Website für ein Restaurant.

Ob Ihre Seite diese Grundlagen erfüllt, prüft in Sekunden der kostenlose Website-Check. Den größeren Rahmen fasst unser Leitfaden zu lokalem SEO zusammen, die touristische Perspektive vertieft unser Beitrag zu Tourismus-SEO für Hotels und Gastronomie.

Was Sie sich im Gastronomie-Marketing sparen können

Aufwendige, teure Kampagnen bringen einem lokalen Lokal selten den Aufwand zurück, Ihre Gäste kommen aus dem Umkreis, nicht aus einer bundesweiten Reichweite. Konzentrieren Sie das Budget auf gute Fotos und ein gepflegtes Profil, bevor Sie an bezahlte Werbung denken.

Sparen Sie sich auch jeden Anbieter, der eine bestimmte Google-Platzierung garantiert. Das kann niemand zusagen, und in der Gastronomie zählt ohnehin die Summe aus Fotos, Bewertungen und Aktualität mehr als jeder Trick.

Ebenfalls verzichtbar sind gekaufte Bewertungen. Abgesehen davon, dass Google sie erkennt und Profile dafür sperrt, fällt der Unterschied zwischen gekauften und echten Stimmen jedem Leser auf, der drei davon hintereinander liest.

Marketingstrategien für Restaurants: die richtige Reihenfolge

Marketing für die Gastronomie scheitert selten am Wissen und meistens an der Reihenfolge. Wer mit Instagram anfängt, bevor das Google-Profil steht, arbeitet an der Spitze und lässt das Fundament weg. Die folgende Reihenfolge hat sich bewährt, weil jeder Schritt den nächsten trägt.

SchrittWas zu tun istWann
1Google-Profil vollständig ausfüllen, Kategorie richtig setzeneinmalig, ein Nachmittag
2Gute Fotos von Gerichten, Raum und Terrasse hinterlegeneinmalig, mit Nachlegen
3Sonderöffnungszeiten für das ganze Jahr eintrageneinmal im Januar
4Bewertungen erbitten und beantwortenlaufend
5Website mit Textkarte und Reservierung in einem Tippeinmalig
6Instagram regelmäßig, aber ohne großen Aufwandwöchentlich
7Bezahlte Anzeigen, eng auf das Einzugsgebiet begrenzterst danach

Die ersten drei Schritte kosten kein Geld und bringen in der Gastronomie den größten Teil der Wirkung. Erst wenn sie stehen, lohnt der Blick auf alles Weitere.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich als Restaurant überhaupt eine Website?

Sie kommen mit einem sehr gut gepflegten Google-Profil weit, aber eine schlanke Website ergänzt es sinnvoll: für die vollständige Speisekarte, Reservierungen und Feiern. Wichtiger als eine aufwendige Seite ist ein vollständiges, aktuelles Google-Unternehmensprofil mit guten Fotos.

Was ist im Gastronomie-Marketing wichtiger, Fotos oder Bewertungen?

Beide zusammen entscheiden, aber ohne gute Fotos werden Ihre Bewertungen seltener überhaupt angeschaut. Fotos ziehen den Blick an, Bewertungen bestätigen die Wahl. Wenn Sie mit einem anfangen, sind es gute, aktuelle Fotos Ihrer Gerichte und Räume.

Wie mache ich mein Restaurant bekannt, ohne Geld für Werbung auszugeben?

Über die Nachbarschaft und über die Suche. Hotels und Pensionen ohne eigene Küche empfehlen Lokale im Umkreis, die Touristinformation und regionale Portale nehmen Einträge auf, und ein vollständiges Google-Profil bringt die Gäste, die gerade in Ihrer Nähe suchen. Bitten Sie zufriedene Gäste um eine Bewertung.

Was kostet Marketing für die Gastronomie?

Die wirksamsten Schritte kosten kein Geld, sondern Zeit: das Profil, die Öffnungszeiten, das Beantworten von Bewertungen. Geld brauchen Sie für gute Fotos, und das ist die eine Ausgabe, die sich fast immer trägt. Bezahlte Anzeigen sind erst danach sinnvoll und sollten eng auf Ihr Einzugsgebiet begrenzt bleiben.

Wie vermeide ich schlechte Bewertungen wegen falscher Öffnungszeiten?

Tragen Sie Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub für das ganze Jahr im Voraus in Ihr Google-Profil ein. Der häufigste Auslöser für vermeidbaren Ärger ist ein Gast, der vor verschlossener Tür steht, obwohl Google „geöffnet" anzeigte.

Lohnt sich bezahlte Werbung für ein Restaurant?

Meist erst, nachdem die Grundlagen stehen. Ein vollständiges Profil, gute Fotos und eine solide Bewertungslage bringen bei einem lokalen Betrieb in der Regel mehr pro eingesetztem Euro als bezahlte Anzeigen. Wenn Sie werben, dann eng auf Ihr Einzugsgebiet begrenzt.

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