Teil des LeitfadensLokales SEO: der komplette Leitfaden für lokale Betriebe

Lokales SEO

Google-Unternehmensprofil verwalten und bearbeiten

Google-Unternehmensprofil bearbeiten, pflegen, verwalten, früher Google My Business: wer Zugriff hat, wie Sie ihn zurückholen, was Pflegeangebote taugen.

22. Juli 202611 Min.
Google-Unternehmensprofil verwalten und bearbeiten

Das Wichtigste in Kürze:

  • Prüfen Sie zuerst, wer die Inhaberschaft hat, erschreckend oft ist es ein ehemaliger Mitarbeiter oder eine frühere Agentur
  • Öffnungszeiten an Feiertagen sind die Angabe mit dem größten Ärgerpotenzial und dem geringsten Aufwand
  • Ändern Sie Kernangaben nacheinander statt alle auf einmal, sonst lösen Sie eine Prüfung aus

Das Profil steht, die Bestätigung ist durch, der Eintrag erscheint. Damit ist die Arbeit nicht erledigt, sondern verlagert sich, von der Einrichtung auf die Pflege.

Zwei Fragen entscheiden dabei über den praktischen Nutzen: Wer darf das Profil überhaupt bearbeiten, und was gehört wie oft aktualisiert? Beides klingt nach Verwaltungskram und ist genau der Punkt, an dem die meisten Profile über die Jahre verwahrlosen.

Falls Sie noch ganz am Anfang stehen, führt unsere Anleitung zum Eintragen der Firma bei Google durch die Einrichtung. Dieser Artikel setzt danach an.

Google My Business heißt jetzt Google-Unternehmensprofil

Wer nach „Google My Business verwalten" sucht, meint diese Sache hier. Google hat den Dienst umbenannt: aus Google My Business wurde das Google-Unternehmensprofil, auf Englisch Google Business Profile. Auch „Google-Eintrag", „Brancheneintrag" oder „Firmeneintrag" bezeichnen dasselbe.

Der Namenswechsel allein wäre eine Fußnote. Wichtig ist, was gleichzeitig passiert ist: Die eigene App wurde abgeschaltet. Genau daran scheitern die meisten, die nicht mehr weiterkommen. Sie suchen die Anwendung, in der sie sich vor Jahren angemeldet haben, finden sie nicht und halten das für ihren eigenen Fehler. Wo stattdessen bearbeitet wird, steht weiter unten in diesem Beitrag.

Wem Ihr Profil eigentlich gehört

Sehen Sie in den Einstellungen unter den Nutzern nach, wer als Inhaber geführt wird. Diese Prüfung dauert eine Minute und fördert überraschend häufig Unangenehmes zutage.

Typische Fälle: Der Eintrag wurde vor Jahren vom Neffen des Chefs angelegt, der längst weggezogen ist. Oder von einer Agentur, mit der man sich getrennt hat. Oder von einem Mitarbeiter über dessen privates Google-Konto, und dieser Mitarbeiter ist inzwischen bei der Konkurrenz.

Google unterscheidet zwischen Inhabern und Verwaltern. Der Hauptinhaber hat die weitestgehenden Rechte, kann Nutzer hinzufügen und entfernen und die Inhaberschaft übertragen. Verwalter dürfen das Profil pflegen, aber nicht darüber verfügen.

Für einen Betrieb heißt das: Die Inhaberschaft gehört auf ein Firmenkonto, auf das mehr als eine Person zugreifen kann. Wer intern oder extern am Profil arbeitet, bekommt eine Verwalterrolle. So verlieren Sie den Eintrag nicht, wenn jemand geht.

Zugriff zurückholen, wenn niemand mehr rankommt

Wenn Sie den bestehenden Inhaber noch erreichen, ist es einfach: Er überträgt die Inhaberschaft, Sie bestätigen. Das ist der saubere Weg und dauert Minuten.

Ist die Person nicht erreichbar, können Sie über Google den Zugriff anfordern. Google benachrichtigt dann den eingetragenen Inhaber, der einige Tage Zeit hat zu reagieren. Antwortet niemand, haben Sie gute Chancen, den Zugriff zu erhalten, Sie müssen dabei nachweisen, dass Sie zum Unternehmen gehören.

Legen Sie auch in dieser Situation kein zweites Profil an. Zwei Einträge an derselben Adresse führen zuverlässig zu Problemen, wie unser Beitrag dazu zeigt, was bei einem gesperrten Google-Unternehmensprofil zu tun ist.

Das Google-Unternehmensprofil an einen Dienstleister übertragen

Der häufigste Fehler beim Start einer Zusammenarbeit passiert am ersten Tag. Der Betrieb überträgt die Inhaberschaft, weil der Dienstleister danach fragt und es schneller geht als das Einrichten einer Rolle. Damit sind die Verhältnisse gedreht: Der Eintrag gehört ab dann dem Dienstleister, und bei einer Trennung brauchen Sie seine Mitwirkung, um ihn zurückzubekommen.

Richtig ist der umgekehrte Weg. Die Inhaberschaft bleibt auf Ihrem Firmenkonto, der Dienstleister wird als Verwalter hinzugefügt. Er kann damit alles tun, was die Pflege verlangt, also bearbeiten, Beiträge einstellen, Fotos hochladen und Bewertungen beantworten. Er kann nur eines nicht, nämlich Sie aussperren.

Besteht ein Anbieter auf der Inhaberschaft, fragen Sie nach dem Grund. Aus Ihrer Sicht gibt es keinen guten.

So bearbeiten Sie Ihr Google-Unternehmensprofil

Eine eigene Verwaltungsoberfläche gibt es für einzelne Betriebe nicht mehr. Das Profil wird dort bearbeitet, wo es auch erscheint: in der Google-Suche und in Google Maps, angemeldet mit dem Konto, das die Inhaberschaft hält.

Der schnellste Weg führt über die Suche. Melden Sie sich mit dem richtigen Konto an und suchen Sie nach Ihrem Firmennamen oder nach „mein Unternehmensprofil". Erscheint darüber eine Leiste mit Schaltflächen für Bearbeiten, Beiträge, Fotos und Bewertungen, sind Sie am Ziel. Erscheint sie nicht, sind Sie entweder mit dem falschen Konto angemeldet oder haben keine Rechte am Eintrag, und dann führt der Weg über den Abschnitt oben.

Für Betriebe mit mehreren Standorten gibt es weiterhin eine gebündelte Verwaltung, in der sich Filialen als Gruppe pflegen und Rechte zentral vergeben lassen. Ab etwa drei Standorten lohnt dieser Weg, darunter ist die Bearbeitung direkt in der Suche schneller.

Ein praktischer Hinweis zum Handy: Änderungen lassen sich auch in der Maps-App vornehmen, und das ist der bequemste Weg für Fotos. Wer ohnehin im Betrieb unterwegs ist, lädt ein Bild in dem Moment hoch, in dem es entsteht, statt es sich für den Bürotag vorzunehmen.

Was Sie wann im Profil aktualisieren

Nicht alles muss ständig gepflegt werden. Diese Übersicht deckt ab, was in der Praxis relevant ist.

AnlassWas zu tun ist
Feiertage und BetriebsurlaubSonderöffnungszeiten eintragen, am besten für das ganze Jahr im Voraus
Neue Leistung im AngebotLeistungen ergänzen, gegebenenfalls Zusatzkategorie prüfen
Umzug oder neue RufnummerÄnderung einzeln vornehmen, danach Website und Verzeichnisse angleichen
Neue Fotos vom BetriebHochladen, ältere Aufnahmen aussortieren
Neue BewertungBeantworten, positiv wie negativ

Der erste Punkt ist der mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Wer an Heiligabend vor verschlossener Tür steht, weil Google „geöffnet" angezeigt hat, schreibt darüber eine Bewertung. Sonderöffnungszeiten lassen sich für das ganze Jahr im Voraus hinterlegen, ein Termin im Januar, und das Thema ist erledigt.

Änderungen, die eine Prüfung durch Google auslösen

Nicht jede Bearbeitung ist harmlos. Firmenname, Adresse, Kategorie und Telefonnummer sind die Angaben, an denen Google Manipulation erkennen will.

Ändern Sie deshalb nie mehrere davon am selben Tag. Wer nach einem Umzug gleichzeitig Adresse, Rufnummer und Kategorie anpasst, erzeugt genau das Muster, das nach einer Übernahme eines fremden Eintrags aussieht, und findet sich im schlimmsten Fall in der Sperrung wieder.

Gehen Sie stattdessen der Reihe nach vor, mit einigen Tagen Abstand, und passen Sie parallel Website und Verzeichnisse an. Warum diese Übereinstimmung so viel ausmacht, erklärt unser Beitrag zur NAP-Konsistenz bei Firmendaten.

Was Kunden im Profil tatsächlich ansehen

Fotos stehen ganz oben. Sie werden häufiger angeschaut als jeder Text, und der Unterschied zwischen Stockmaterial und echten Aufnahmen aus dem Betrieb fällt sofort auf. Welche Bilder bei lokalen Kunden wirken, haben wir im Beitrag zu Fotos für lokales Marketing zusammengetragen.

Bewertungen sind der zweite Punkt, und zwar nicht nur die Sterne, sondern Ihre Antworten darauf. Eine sachliche Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt Mitleser oft mehr als zehn gute ohne Reaktion, dazu haben wir aufgeschrieben, wie lokale Unternehmen zu Google-Bewertungen kommen.

Die Funktion im Google-Profil, die fast niemand nutzt

Im Profil gibt es einen Bereich für Fragen und Antworten. Das Entscheidende daran: Jeder kann dort antworten, nicht nur Sie. Wenn eine Kundin fragt, ob Sie samstags geöffnet haben, kann irgendein Fremder eine falsche Antwort hinterlassen, und die steht dann in Ihrem Profil.

Beugen Sie vor, indem Sie die häufigsten Fragen selbst einstellen und beantworten, Parkmöglichkeiten, Barrierefreiheit, Zahlungsarten, Terminvereinbarung. Das kostet zwanzig Minuten und verhindert Fehlinformationen.

Regelmäßige Beiträge sind der letzte Baustein; wie sich das ohne großen Aufwand organisieren lässt, steht in unserem Artikel zum Planen von Beiträgen im Unternehmensprofil.

Wer das Profil im Betrieb pflegen sollte

Am besten eine feste Person mit einem festen Termin. In der Praxis funktioniert eine halbe Stunde im Monat: Bewertungen beantworten, Fragen prüfen, ein bis zwei aktuelle Fotos hochladen, im Januar zusätzlich die Feiertage für das Jahr eintragen.

Das klingt nach wenig und ist trotzdem mehr, als die meisten Wettbewerber tun. Genau darin liegt der Vorteil: Ein gepflegtes Profil hebt sich in einem Umfeld ab, in dem viele Einträge seit Jahren unangetastet sind.

Wichtiger als die Rolle ist die Nähe zum Tagesgeschäft. Wer im Laden steht oder auf der Baustelle ist, hat Fotos und weiß, was Kunden fragen. Die Geschäftsführung hat beides seltener. In vielen Betrieben ist deshalb nicht der Chef die richtige Wahl, sondern die Person, die ohnehin ans Telefon geht.

Und tragen Sie den Termin als Serientermin in den Kalender. Eine Aufgabe ohne festen Platz im Monat bleibt in einem vollen Betrieb zuverlässig liegen.

Das Google-Unternehmensprofil betreuen lassen: wann sich das lohnt

Die halbe Stunde im Monat ist keine Fachaufgabe, und für die meisten Einzelbetriebe ist die Antwort deshalb: selbst machen. Es gibt allerdings drei Situationen, in denen es sich rechnet, das Profil pflegen zu lassen.

Ob ein Angebot das Google-Unternehmensprofil verwalten, pflegen oder betreuen nennt, macht dabei keinen Unterschied. Gemeint ist dieselbe Arbeit, und was sie umfasst, steht in keinem der drei Wörter.

Die erste sind mehrere Standorte. Sobald Rechte, Öffnungszeiten und Kategorien für fünf Filialen gepflegt werden müssen, wird aus der halben Stunde ein halber Tag, und Fehler vervielfachen sich.

Die zweite ist regelmäßiger Bewertungsverkehr. Wer wöchentlich Bewertungen bekommt, darunter kritische, braucht Antworten, die zeitnah kommen und trotzdem überlegt sind. Das ist eine Aufgabe, die im Tagesgeschäft zuverlässig liegen bleibt.

Die dritte ist schlicht niemand im Haus, der es macht. Ein ungepflegtes Profil ist schlechter als ein betreutes, und diese Rechnung geht auch dann auf, wenn die Betreuung Geld kostet.

Woran Sie eine seriöse Profilbetreuung erkennen

Zwei Dinge entscheiden. Die Inhaberschaft bleibt bei Ihnen, der Dienstleister bekommt eine Verwalterrolle. Genau daran scheitern die Trennungen, die weiter oben in diesem Beitrag stehen. Und auf dem Angebot steht, was konkret enthalten ist, denn „Profilbetreuung" reicht von einem Blick im Quartal bis zu Beiträgen, Fotos und Bewertungsantworten im Wochenrhythmus.

Vier Fragen klären das vor der Unterschrift:

FrageWarum sie zählt
Wer bleibt Inhaber des Profils?Sie, immer. Alles andere ist ein Risiko
Wie oft wird auf Bewertungen geantwortet?wöchentlich oder quartalsweise ist ein großer Unterschied
Wer liefert Fotos und Beiträge?ohne Material aus Ihrem Betrieb wird es beliebig
Was passiert bei Kündigung?Zugriff und Inhalte müssen bei Ihnen bleiben

Wer sein Google-Unternehmensprofil professionell betreuen lässt, kauft weder eine Freischaltung noch eine Platzierung. Beides ist nicht verkäuflich. Bezahlt wird Regelmäßigkeit: dass jemand hinsieht, wenn im Tagesgeschäft niemand dazu kommt.

Vorsicht bei Anrufen, die Profilpflege anbieten

Ein wiederkehrendes Ärgernis: Anrufe von Firmen, die sich als Google ausgeben oder wie eine offizielle Stelle klingen und gegen monatliche Gebühr die „Freischaltung" oder „Verifizierung" Ihres Eintrags anbieten. Beides ist kostenlos und liegt in Ihrer Hand.

Google ruft grundsätzlich nicht an, um Ihnen kostenpflichtige Profilpflege zu verkaufen. Automatisierte Anrufe zur Bestätigung eines Eintrags kann es geben, aber nie mit Zahlungsaufforderung. Wenn am Telefon Druck aufgebaut wird, dass Ihr Eintrag sonst gelöscht werde, legen Sie auf.

Seriöse Dienstleister stellen sich mit Namen vor, arbeiten mit Verwalterrechten statt mit Ihren Zugangsdaten und schreiben auf, was sie tun.

Bleibt die Sichtbarkeit trotz gepflegtem Profil aus, lohnt der Blick auf die übrigen Faktoren, die unser Beitrag warum werde ich bei Google nicht gefunden der Reihe nach durchgeht.

Wie Profil, Website und regionale Signale zusammenspielen, fasst unser Leitfaden zu lokalem SEO zusammen. Und ob Ihre Website die Angaben aus dem Profil sauber spiegelt, prüft in wenigen Sekunden der kostenlose Website-Check.

Häufig gestellte Fragen

Wie bekomme ich Zugriff auf ein Profil, das jemand anderes angelegt hat?

Fragen Sie zuerst die Person, die als Inhaber eingetragen ist, die Übertragung dauert dann nur Minuten. Ist sie nicht erreichbar, fordern Sie über Google den Zugriff an. Google benachrichtigt den eingetragenen Inhaber, der einige Tage Zeit zur Reaktion hat; bleibt eine Antwort aus, können Sie den Zugriff erhalten, wenn Sie Ihre Zugehörigkeit zum Unternehmen belegen.

Kann ich mehreren Mitarbeitern Zugriff geben?

Ja, und das ist auch sinnvoll. Vergeben Sie Verwalterrollen an die Personen, die das Profil pflegen, und behalten Sie die Inhaberschaft auf einem Firmenkonto. So bleibt der Eintrag im Unternehmen, auch wenn jemand ausscheidet.

Wie oft sollte ich das Profil aktualisieren?

Eine halbe Stunde im Monat reicht für Bewertungen, Fragen und aktuelle Fotos. Dazu kommen anlassbezogene Änderungen bei neuen Leistungen oder Kontaktdaten sowie einmal jährlich die Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub.

Wo bearbeite ich mein Google-Unternehmensprofil?

Direkt in der Google-Suche oder in Google Maps, angemeldet mit dem Konto, das die Inhaberschaft hält. Suchen Sie nach Ihrem Firmennamen oder nach „mein Unternehmensprofil"; erscheint darüber eine Leiste zum Bearbeiten, sind Sie richtig. Eine separate Verwaltungsoberfläche gibt es für einzelne Betriebe nicht mehr.

Was kostet es, das Google-Unternehmensprofil verwalten zu lassen?

Am Markt sind monatliche Pauschalen üblich, deren Umfang stark schwankt: von einem Blick im Quartal bis zu wöchentlichen Beiträgen und Bewertungsantworten. Lassen Sie sich die enthaltenen Leistungen einzeln aufschreiben. Kostenlos ist und bleibt der Eintrag selbst, dafür verlangt niemand Geld, auch nicht am Telefon.

Warum verschwinden Änderungen am Google-Profil wieder?

Bearbeitungen an sensiblen Feldern wie Name, Adresse oder Kategorie durchlaufen eine Prüfung und werden gelegentlich zurückgesetzt. Auch Nutzer können Änderungen vorschlagen, die Google übernimmt. Prüfen Sie das Profil deshalb regelmäßig und ändern Sie Kernangaben nacheinander statt gleichzeitig.

  • #google-unternehmensprofil
  • #google-business-profile
  • #lokales-seo
  • #kmu

Weiterlesen

Brauchen Sie Hilfe bei Ihrer SEO?

Wir helfen Ihnen, Ihre Website zu optimieren und mehr organischen Traffic zu generieren.

Kontakt aufnehmen