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MyHammer-Alternative: Anfragen über Website und Google

Die MyHammer-Alternative ohne Kontaktgebühr: eigene Anfragen über Website und Google-Unternehmensprofil. Was das kostet, wie lange es dauert, wo es hakt.

09. Oktober 20269 Min.
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MyHammer-Alternative: Anfragen über Website und Google

Das Wichtigste in Kürze:

  • Andere Portale sind keine echte MyHammer-Alternative: Check24 Profis und Aroundhome rechnen ebenfalls pro Kontakt oder Anfrage ab, auch ohne Auftrag
  • Die Alternative ohne Gebühr pro Kontakt besteht aus zwei Teilen: einem gepflegten Google-Unternehmensprofil, das kostenlos ist, und einer eigenen Website, die aus dem Klick einen Anruf macht
  • Der Weg braucht Wochen bis Monate. Sinnvoll ist deshalb ein schrittweiser Wechsel, nicht die Kündigung am ersten Tag

Ein Beispiel, wie es in vielen Orten vorkommt. Samstagvormittag, eine Frau steht in ihrem Bad, die Fugen in der Dusche sind schwarz, zwei Fliesen haben Risse. Sie tippt „Fliesenleger" und den Namen ihrer Stadt ins Handy. Oben erscheint eine Karte mit drei Betrieben, darunter Sterne und Telefonnummern. Sie ruft den an, dessen Fotos ihr gefallen. Der Fliesenleger, der am Montag zurückruft, zahlt für diese Anfrage nichts. Ein Kollege, der seine Kunden bisher über MyHammer bekommt, zahlt für jede.

Wer nach einer MyHammer-Alternative sucht, sucht meist genau diesen Unterschied. Nicht ein anderes Portal mit anderem Logo, sondern Anfragen, die direkt beim eigenen Betrieb ankommen. Dieser Beitrag zeigt, woraus eine solche Alternative besteht, was sie kostet, wie lange sie braucht, bis sie trägt, und wo ihre Grenzen liegen.

Was eine MyHammer-Alternative leisten muss

Bevor man nach Ersatz sucht, lohnt ein Blick darauf, was eigentlich stört. Bei MyHammer zahlen Sie eine Kontaktgebühr, sobald ein Auftraggeber Ihr Interesse bestätigt, und zwar auch dann, wenn am Ende ein anderer Betrieb den Auftrag bekommt. Wie sich das zu Kosten pro Auftrag summiert, haben wir unter MyHammer-Kosten für Handwerker durchgerechnet. Dazu kommt, dass Sie bei jeder Anfrage im Vergleich mit anderen Betrieben stehen und Ihre Bewertungen zum Profil auf der Plattform gehören.

Eine echte MyHammer-Alternative muss an diesen drei Stellen anders sein. Die Anfrage kostet keine Gebühr pro Kontakt. Der Kunde hat Sie gesucht und nicht den günstigsten von mehreren. Und was Kunden über Sie schreiben, bleibt bei Ihrem Betrieb, auch wenn Sie den Anbieter wechseln.

Andere Handwerkerportale sind keine echte MyHammer-Alternative

Naheliegend ist der Wechsel zu einem anderen Portal. Check24 Profis berechnet Kosten, sobald ein Kunde sein Interesse bestätigt. Aroundhome verlangt einen Festpreis pro Anfrage und gibt jede an bis zu drei Fachpartner weiter. Beide nehmen keine Provision, beide berechnen die Gebühr unabhängig davon, ob Sie den Auftrag bekommen.

Das Prinzip bleibt also dasselbe, nur Zeitpunkt und Höhe der Gebühr ändern sich. Für manche Betriebe passt ein anderes Portal trotzdem besser, etwa wenn sie größere Vorhaben wie Heizung oder Fenster suchen. Wann welches Portal abrechnet, wer die Anfrage noch bekommt und wie Sie kündigen, vergleicht der Beitrag MyHammer, Check24 Profis, Aroundhome: was die Anfragen kosten in einer Tabelle. Als Ausweg aus der Gebühr pro Kontakt taugt keines davon.

Die eigene MyHammer-Alternative: Google-Profil und Website

Zurück zum Samstagvormittag. Die Frau hat zwei Dinge gesehen, bevor sie angerufen hat: den Eintrag in der Karte und, nach einem Tipp darauf, die Website des Betriebs. Genau diese beiden Teile bilden die Alternative, und sie funktionieren nur zusammen.

Das Google-Unternehmensprofil als kostenlose Anfragequelle

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag Ihres Betriebs in der Google-Suche und in Google Maps. Google bezeichnet es als kostenlos, für Anlegen, Bestätigen und Pflege zahlen Sie nichts. Wer „Fliesenleger" mit einem Ortsnamen sucht, sieht die Karte mit drei Betrieben meist noch vor allen anderen Treffern. Welche drei dort stehen, entscheidet Google nach eigener Angabe nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit, und zur Bekanntheit zählen Anzahl und Qualität der Bewertungen.

Die Entfernung können Sie nicht ändern, die beiden anderen Faktoren schon: vollständige Angaben, die genaue Kategorie, ein sauber eingetragenes Einzugsgebiet, echte Fotos von Ihren Baustellen. Wie das im Einzelnen geht, steht im Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil. Die Schritte vom Anlegen bis zur Bestätigung beschreibt die Anleitung Firma bei Google eintragen.

Bewertungen als Ersatz für das MyHammer-Profil

Auf MyHammer sammeln Sie Bewertungen, die an Ihrem Profil auf der Plattform hängen. Im Google-Profil gehören sie zu Ihrem Betrieb, und sie sind das, was die Frau im Bad zuerst vergleicht. Um Bewertungen zu bitten ist erlaubt, solange Sie alle Kunden fragen, nichts dafür anbieten und nicht gezielt um gute Noten werben. Wie Sie daraus eine Gewohnheit nach jedem Auftrag machen, zeigt der Beitrag zu Google-Bewertungen für lokale Unternehmen.

Eine Einschränkung gehört dazu: Ihre Bewertungen auf MyHammer nehmen Sie nicht mit. Das Google-Profil beginnt bei null, oder bei dem, was dort schon steht.

Die Handwerker-Website als Ziel der Anfrage

Das Profil bringt den Betrieb in die Karte, die Website entscheidet über den Anruf. Wer dort landet, will in wenigen Sekunden sehen, was Sie machen, wo Sie arbeiten und wie er Sie erreicht. Gewerk, Einzugsgebiet und eine Nummer zum Antippen gehören deshalb ganz nach oben, darunter Fotos von echten Arbeiten. Weil Sie auf der Baustelle nicht jeden Anruf annehmen können, braucht die Seite ausserdem einen Weg, der auch ohne Sie funktioniert: ein kurzes Formular oder einen WhatsApp-Knopf, über den der Kunde gleich ein Foto vom Schaden schickt.

Was eine solche Seite im Einzelnen enthält, steht auf der Seite zur Website für Handwerker. Bei Topblog beginnt sie bei 1.000 € zum Festpreis, der vor der ersten Arbeitsstunde feststeht. Domain und Hosting kommen ab 80 € im Monat dazu.

Was die MyHammer-Alternative kostet: eine Beispielrechnung

Der Vergleich mit dem Portal ist einfacher, als er aussieht. Auf der einen Seite steht, was Sie heute pro gewonnenem Auftrag an Gebühren zahlen. Auf der anderen steht, was Profil und Website im Jahr kosten. Die folgende Rechnung ist ein Beispiel mit angenommenen Werten, damit Sie Ihre eigenen Zahlen einsetzen können.

Postenerstes Jahrab dem zweiten Jahr
Google-Unternehmensprofil0 €0 €
Website, einmalig (Beispiel: Einstiegspreis)1.000 €0 €
Domain und Hosting (Beispiel: 80 € im Monat)960 €960 €
Summe1.960 €960 €

Angenommen, ein Auftrag über das Portal kostet Sie heute 150 € an Gebühren, wie im Rechenbeispiel des Beitrags zu den MyHammer-Kosten. Dann hat sich die eigene Website im ersten Jahr bezahlt gemacht, sobald darüber etwa 13 Aufträge hereinkommen, die Sie sonst über das Portal hätten kaufen müssen. Ab dem zweiten Jahr reichen etwa 7. Jeder Auftrag darüber hinaus kostet keine Gebühr mehr.

Was diese Rechnung nicht zeigt, gehört ebenfalls auf den Tisch. Eine Website bringt keine Anfragen, nur weil es sie gibt. Ohne gepflegtes Profil und ohne Bewertungen findet sie kaum jemand. Und Ihre Zeit für Fotos, Texte und Bewertungsanfragen steht in keiner Zeile. Welche Kosten bei einer Website dauerhaft anfallen, schlüsselt der Beitrag zu den laufenden Kosten einer Website auf.

Wie lange es dauert, bis eigene Anfragen kommen

Hier liegt der ehrliche Nachteil gegenüber dem Portal. Bei MyHammer sehen Sie am ersten Tag Aufträge. Eigene Anfragen brauchen Anlauf. Die Bestätigung des Google-Profils dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage, manchmal länger. Bis das Profil genug Bewertungen hat, um in der Karte gegen etablierte Betriebe zu bestehen, vergehen eher Monate als Wochen. Bessere Plätze in der normalen Google-Suche brauchen in der Regel ebenfalls Wochen bis Monate.

Wer gerade auf die Portal-Aufträge angewiesen ist, sollte sie deshalb nicht von heute auf morgen aufgeben. Besser ist ein Wechsel in Schritten.

Vom Portal zu eigenen Aufträgen in fünf Schritten

  1. Google-Profil anlegen oder übernehmen, vollständig ausfüllen, Einzugsgebiet statt Privatadresse eintragen.
  2. Website online bringen, mit Gewerk, Orten, Nummer und echten Fotos.
  3. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung bitten, bei allen Kunden, ohne Gegenleistung.
  4. Bei jeder neuen Anfrage fragen, wie der Kunde auf Sie gekommen ist, und es notieren.
  5. Das Portal-Budget senken, sobald die eigenen Anfragen einen spürbaren Teil der Aufträge tragen.

Ein Hinweis zu Schritt 3: Kundendaten, die Sie über ein Portal bekommen haben, unterliegen dessen Geschäftsbedingungen. Prüfen Sie dort, wofür Sie sie verwenden dürfen, bevor Sie diese Kunden außerhalb des Auftrags anschreiben.

Stammkunden und Empfehlungen: die älteste MyHammer-Alternative

Ein Kunde, der zufrieden war, ruft beim nächsten Mal wieder an. Die Frage ist nur, wo er nach Ihnen sucht. Hat er Sie über ein Portal gefunden, landet er im ungünstigen Fall wieder dort, und Sie zahlen für einen Kunden, den Sie schon haben. Findet er Ihren Betrieb bei Google, mit Namen, Website und Nummer, ruft er direkt an.

Dasselbe gilt für Empfehlungen. Der Nachbar, dem die Frau vom neuen Bad erzählt, googelt den Namen, bevor er anruft. Eine gepflegte Seite und ein Profil mit echten Bewertungen machen aus der Empfehlung einen Anruf. Wie Empfehlungen, Profil, Website und Anzeigen insgesamt zusammenspielen, ordnet der Beitrag zum Marketing für Handwerker.

Zurück zum Fliesenleger vom Anfang. Am Montag ruft er die Frau zurück, und keiner seiner Kollegen hat dieselbe Anfrage bekommen. Er muss nicht der Günstigste sein, nur der, der sich meldet.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine kostenlose MyHammer-Alternative?

Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und bringt Ihren Betrieb in die Kartenansicht der Google-Suche. Ganz ohne Kosten bleibt der Weg trotzdem nicht: Damit aus einem Profilbesuch ein Anruf wird, brauchen Sie in der Regel eine eigene Website, und die kostet einmalig und monatlich. Pro Kontakt zahlen Sie dafür nichts.

Ist Check24 Profis eine gute MyHammer-Alternative?

Als anderes Portal kann es für manche Gewerke besser passen, das Prinzip ist aber dasselbe. Check24 Profis berechnet Kosten, sobald ein Kunde Interesse bestätigt, unabhängig vom Auftrag. Wer von der Gebühr pro Kontakt weg will, findet dort keine Alternative.

Wie finden Handwerker Aufträge ohne Portal?

Über die lokale Google-Suche, Empfehlungen und Stammkunden. Die Grundlage ist ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen und eine Website, die Gewerk, Einzugsgebiet und Telefonnummer sofort zeigt. Bezahlte Google-Anzeigen können das ergänzen, kosten aber pro Klick.

Wie schnell bringt das Google-Unternehmensprofil Anfragen?

Die Bestätigung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage. Erste Anfragen können danach kommen, vor allem von Kunden, die Ihren Namen schon kennen. Bis das Profil in der Karte gegen etablierte Betriebe besteht, vergehen in der Regel Monate, weil Bewertungen Zeit brauchen.

Was kostet eine Website als MyHammer-Alternative?

Bei Topblog beginnt eine Website für Handwerksbetriebe bei 1.000 € zum Festpreis, dazu kommen Domain und Hosting ab 80 € im Monat. Der genaue Preis hängt an der Zahl der Seiten, an Texten und Bildern. Pro Anfrage fällt danach keine Gebühr mehr an.

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