Das Wichtigste in Kürze:
- Eine Website für Handwerker kostet bei uns ab 1.000 € einmalig zum Festpreis, dazu kommen Domain und Hosting, monatlich je ab 80 €
- Ein Baukasten ist in Euro meist günstiger: Jimdo Grow kostet laut Jimdo 20 € im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit, die Seite bauen und pflegen Sie dafür selbst
- Die ehrlichste Vergleichsgröße für einen Handwerksbetrieb ist nicht der Preis der Website, sondern was ein Auftrag über sie kostet, verglichen mit der Gebühr pro Kontakt auf einem Portal
Nehmen wir einen Dachdeckermeister mit vier Gesellen, Montagabend im Oktober. Auf dem Küchentisch liegen drei Zahlen, die er nicht zusammenbekommt: ein Angebot einer Agentur über einen vierstelligen Betrag, eine Werbung für einen Baukasten mit einem Monatspreis, der nach Kaffeekasse klingt, und die Abrechnung seines Portals, auf der wieder ein paar Kontaktgebühren für Aufträge stehen, die ein anderer bekommen hat. Die Frage dahinter ist einfach: Was kostet eine Website für Handwerker, und was davon ist gut angelegt?
Dieser Artikel rechnet das durch. Mit unseren eigenen Preisen statt geschätzter Marktdurchschnitte, mit den Tarifen, die Jimdo im Oktober 2026 selbst nennt, und mit einer Rechnung über drei Jahre. Am Ende steht eine Zahl, die auf der Rechnung keines Anbieters auftaucht: was ein Auftrag über die eigene Website kostet.
Was eine Website für Handwerker kostet: die kurze Antwort
Eine komplette Website für einen Handwerksbetrieb beginnt bei uns bei 1.000 € einmalig. Der Preis ist ein Festpreis und steht fest, bevor die erste Arbeitsstunde läuft. Domain und Hosting kommen monatlich dazu, je ab 80 €. Wer selbst baut, zahlt bei einem Baukasten deutlich weniger Geld und dafür mit eigener Zeit. Die Spanne zwischen beiden Wegen erklärt sich fast vollständig aus der Frage, wer die Arbeit macht.
| Weg | was er kostet | was Sie dafür selbst machen |
|---|---|---|
| Baukasten, z. B. Jimdo Grow | 20 € im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit, 29 € bei monatlicher Zahlung (Stand Oktober 2026, inkl. MwSt.) | Aufbau, Texte, Fotos, Rechtstexte, Pflege |
| Website-Abo vom Anbieter (Beispiel: 49 € im Monat) | 1.764 € nach 36 Monaten, solange der Vertrag läuft | Texte und Fotos liefern |
| Festpreis bei Topblog | ab 1.000 € einmalig, dazu Domain und Hosting monatlich je ab 80 € | Fotos und Stichpunkte liefern, Inhalte später selbst pflegen |
Die Tarife von Jimdo stammen aus der Preisübersicht von Jimdo. Die Miet-Website ist ein Rechenbeispiel, kein bestimmter Anbieter. Wo Ihr Betrieb in der Spalte rechts landet, hängt weniger am Geld als an der Frage, wie viele Abende Sie in die Seite stecken wollen.
Was den Preis einer Handwerker-Website bestimmt
Die Zahl der Mitarbeiter spielt für den Preis keine Rolle. Entscheidend ist, wie viele Leistungen einzeln gefunden werden sollen. Ein Malerbetrieb mit Innenanstrich, Fassade und Tapezierarbeiten braucht weniger Seiten als ein SHK-Betrieb, der Notdienst, Badsanierung, Heizungstausch und Wartung anbietet. Jede dieser Leistungen bekommt eine eigene Seite, weil der Kunde nach genau einer davon sucht und nicht nach dem Betrieb insgesamt.
| Beispiel-Betrieb | typischer Seitenplan | wo der Aufwand liegt |
|---|---|---|
| Maler, ein Einzugsgebiet | Startseite, drei Leistungen, Referenzen, Kontakt | nah am Einstiegspreis, wenn Fotos und Stichpunkte da sind |
| Dachdecker mit Sturmschäden und Sanierung | Startseite, Notfall-Seite, Sanierung, Dämmung, Referenzen | zusätzliche Leistungsseiten |
| SHK-Betrieb mit Notdienst | Startseite, Notdienst, Bad, Heizung, Wartung, Stellen | Zahl der Seiten und Texte |
| Schreinerei mit Einzelanfertigung | Startseite, Projekte mit vielen Bildern, Ablauf, Kontakt | Bildauswahl und Projektseiten |
Die Tabelle zeigt Beispiele, keine festen Pakete. Was je Gewerk zuerst auf die Seite gehört, etwa beim Dachdecker die schnelle Erreichbarkeit nach einem Sturm, steht auf der Seite zur Website für Dachdecker.
Texte und Baustellenfotos: wo Handwerker Kosten sparen
Zwei Posten treiben den Preis am stärksten, und beide können Sie selbst beeinflussen. Der erste sind die Texte. Liefern Sie Stichpunkte zu jeder Leistung, und sei es als Sprachnachricht, ist das der günstigste Weg und oft der bessere, weil niemand Ihr Gewerk besser kennt. Der zweite sind die Bilder. Ordentliche Handyfotos von fertigen Baustellen kosten nichts und überzeugen mehr als jedes gekaufte Bild, auf dem fremde Leute ein fremdes Dach decken.
Funktionen, die den Festpreis einer Handwerker-Website erhöhen
Ein Anfrageformular, ein Anrufknopf und ein Weg zu WhatsApp gehören zur Grundausstattung. Teurer wird es bei allem, was über eine Anfrage hinausgeht: eine Online-Terminbuchung für Wartungstermine, ein Konfigurator, mit dem Kunden ein Carport zusammenstellen, oder die Anbindung an Ihre Handwerkersoftware. Solche Wünsche werden beziffert, bevor gearbeitet wird. Eine Seite für offene Stellen lässt sich von Anfang an mitplanen oder später ergänzen.
Laufende Kosten der Website für Handwerker
Der Bau wird einmal bezahlt, der Betrieb jeden Monat. Bei uns sind das Domain und Hosting, monatlich je ab 80 €. Solange Sie Fotos und Texte selbst austauschen, fällt nichts weiter an, die Einweisung dafür steckt im Festpreis. Das ist bei einem Handwerksbetrieb mehr wert, als es klingt. Wer nach jeder fertigen Baustelle zwei neue Fotos einstellt, hat nach einem Jahr eine Referenzseite, die kein Wettbewerber mit gekauften Bildern einholt.
Den größten laufenden Posten zeigt allerdings keine Rechnung: die Zeit für die Pflege. Eine Seite, auf der zwei Jahre lang dieselben Öffnungszeiten und dieselben drei Fotos stehen, verliert an Wirkung. Welche Posten bei einer Firmenwebsite dauerhaft anfallen, von der Domain bis zur Wartung, steht ausführlich unter laufende Kosten einer Website.
Baukasten für Handwerker: Kosten nach drei Jahren am Beispiel Jimdo
Ein Baukasten ist für viele Betriebe der erste Gedanke, und in Euro gerechnet ist er meist der günstigste Weg. Jimdo nennt im Oktober 2026 für den Tarif Grow, der Suchmaschinen-Einstellungen und eine Besucherstatistik enthält, 20 € im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit, 17 € bei 24 Monaten und 29 € bei monatlicher Zahlung. Der Tarif Grow Legal mit abmahnsicheren Rechtstexten über einen Partner kostet 29 € im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.
| Jimdo-Tarif (Stand Oktober 2026) | Preis laut Jimdo | Summe nach 36 Monaten |
|---|---|---|
| Grow, zwölf Monate Laufzeit | 240 € pro Jahr | 720 €, ab der Verlängerung zuzüglich Domain |
| Grow, monatliche Zahlung | 29 € im Monat | 1.044 € |
| Grow Legal, zwölf Monate Laufzeit | 348 € pro Jahr | 1.044 €, ab der Verlängerung zuzüglich Domain |
Ehrlich gerechnet liegt der Baukasten nach drei Jahren unter dem, was eine gekaufte Website mit Hosting kostet, auch unter unserer. Für einen Betrieb, der eine digitale Visitenkarte mit Nummer und Adresse braucht und über die Seite keine Aufträge gewinnen will, ist das eine vernünftige Wahl.
Die Rechnung kippt an zwei Stellen. Die erste ist Ihre Zeit: Bis eine selbst gebaute Seite brauchbar ist, vergehen nach unserer Schätzung zwanzig bis vierzig Stunden, und die fehlen auf der Baustelle oder am Feierabend. Die zweite ist die Struktur. Ein Baukasten macht es leicht, eine Seite zu bauen, aber nicht, sie so aufzuteilen, dass jede Leistung und jeder Ort einzeln gefunden wird. Wo die Grenze verläuft, ordnet der Leitfaden zu den Website-Kosten im Vergleich von Baukasten, Miete und Festpreis ein.
Domain im Baukasten-Tarif: was nach dem ersten Jahr kostet
Beide großen Baukästen werben mit einer kostenlosen Domain, und beide meinen damit nur den Anfang. Jimdo gewährt nach eigener Angabe einen Rabatt in Höhe der Domainkosten für die erste Vertragslaufzeit, bei der Verlängerung wird die Domain separat abgerechnet. Bei Wix gilt der Gutschein für eine kostenlose Domain beim Erstkauf ausgewählter Jahres- oder Mehrjahrespakete, danach verlängert sich die Domain zum regulären Preis, so steht es in der Wix-Hilfe zum Domain-Gutschein. Die Monatspreise von Wix nennen wir hier bewusst nicht, weil wir sie nicht in einer Form prüfen konnten, die sich verlinken lässt.
Handwerker-Website gegen Portalgebühren: was ein Auftrag kostet
Für einen Handwerksbetrieb ist der Preis der Website nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte ist der Weg, über den sonst Aufträge hereinkommen. Auf Portalen wie MyHammer zahlen Sie pro Kontakt, auch wenn am Ende ein anderer Betrieb den Auftrag bekommt. Wie das im Einzelnen abgerechnet wird, steht unter MyHammer-Kosten für Handwerker.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten, keine Preise eines Portals: Kostet ein Kontakt 30 € und wird jeder fünfte zum Auftrag, zahlt der Betrieb 150 € für jeden gewonnenen Auftrag. Eine Website für 1.000 € entspricht in diesem Beispiel knapp sieben solcher Aufträge. Dazu kommen Domain und Hosting, die jeden Monat etwa so viel kosten wie ein halber Portalauftrag aus dem Beispiel. Die Website rechnet sich also nicht von selbst, sondern erst, wenn über sie regelmäßig Anfragen kommen.
| Rechenbeispiel | Portal (30 € je Kontakt, jeder 5. wird Auftrag) | eigene Website |
|---|---|---|
| Kosten für den ersten Auftrag | 150 € | Festpreis ab 1.000 € plus laufende Kosten |
| Kosten für den zehnten Auftrag | wieder 150 € | keine Gebühr pro Kontakt |
| wem der Kunde danach gehört | Profil und Bewertungen liegen beim Portal | Ihnen |
Der Unterschied liegt in der zweiten Zeile. Ein Portal kostet bei jedem Auftrag neu, eine Website kostet am Anfang und wird mit jeder Anfrage über sie günstiger pro Auftrag. Wie MyHammer, Check24 Profis und Aroundhome im Vergleich abrechnen, steht im Kostenvergleich der Handwerkerportale.
Wann sich eine Website für Handwerker nicht rechnet
Es gibt Betriebe, für die das Rechenbeispiel nicht aufgeht. Wer auf Monate ausgebucht ist und neue Kunden ohnehin nur über Empfehlung annimmt, braucht keine Seite, die Anfragen bringt, sondern eine, die den Namen bestätigt, wenn jemand nach der Empfehlung googelt. Dafür reicht ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit einer schlichten Seite, und der Baukasten ist dann oft die ehrlichere Lösung.
Woran Handwerker ein teures Website-Angebot erkennen
Die teuerste Website für einen Handwerksbetrieb ist selten die mit dem höchsten Einmalpreis. Es ist häufig die vermeintlich günstige mit langer Laufzeit. Ein Rechenbeispiel: Ein Angebot über 79 € im Monat bei 48 Monaten Vertragslaufzeit kostet 3.792 €, und am Ende gehört Ihnen keine Seite, sondern ein Vertrag, der sich womöglich verlängert. Fragen Sie deshalb bei jedem Angebot nach der Gesamtsumme über die volle Laufzeit und danach, wem Domain und Inhalte gehören.
Zwei weitere Warnzeichen kommen im Handwerk besonders oft vor. Das erste ist ein Google-Unternehmensprofil gegen Gebühr, obwohl das Anlegen kostenlos ist. Das zweite ist eine zugesagte Platzierung auf Platz eins, die niemand seriös versprechen kann, weil niemand außer Google die Ergebnisse bestimmt. Was eine Handwerker-Website dagegen verlässlich leisten muss, etwa eine Nummer, die man am Handy antippen kann, haben wir in unserer Studie zu Handwerker-Websites an echten Seiten aus dem Südwesten geprüft.
Förderung und Steuer: was Handwerker für die Website einplanen
Viele Betriebe hoffen auf einen Zuschuss. Für eine kleine Website allein ist uns im Oktober 2026 kein passendes Programm bekannt: Das Bundesprogramm go-digital ist ausgelaufen, und die Digitalisierungsprämie in Baden-Württemberg gibt es nur noch als Teil eines Förderkredits, der deutlich über dem Preis einer Handwerker-Website beginnt. Die Einzelheiten mit den Quellen der Förderstellen stehen im Abschnitt zur Förderung im Leitfaden zu den Website-Kosten. Planen Sie die Seite deshalb so, dass sie sich ohne Zuschuss rechnet.
Steuerlich ist die Website eine Betriebsausgabe, offen ist meist nur der Zeitpunkt. Domain und Hosting fallen laufend an, der Bau wird häufig anders behandelt. Damit sich das sauber trennen lässt, sollte die Rechnung die Posten einzeln ausweisen. Was auf einen solchen Beleg gehört, steht unter Website-Kosten buchen und absetzen. Das ist keine Steuerberatung, verbindlich klärt es Ihre Kanzlei.
Die Kosten der Handwerker-Website im Jahresbudget
Zurück zum Küchentisch und zu den drei Zahlen. Das Agenturangebot, die Baukasten-Werbung und die Portalabrechnung beantworten drei verschiedene Fragen. Der Baukasten sagt, was eine Seite kostet, die Sie selbst bauen. Das Angebot sagt, was es kostet, wenn jemand anderes baut. Und die Portalabrechnung sagt, was ein Auftrag kostet, solange Sie keinen eigenen Weg zu Kunden haben.
Für den Dachdecker heißt das: Er trägt einen einmaligen Betrag für den Bau ein, einen monatlichen für Domain und Hosting, und daneben die Zahl der Aufträge, die er bisher über das Portal gewonnen hat. Was die Seite für seinen Betrieb konkret enthält und kostet, steht auf der Seite Website für Handwerker. Nach einem Gespräch von einer Viertelstunde steht der Festpreis, und die drei Zahlen auf dem Küchentisch werden zu einer.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?
Bei uns beginnt eine komplette Website für Handwerker bei 1.000 € einmalig, zum Festpreis, der vor Beginn feststeht. Dazu kommen Domain und Hosting, monatlich je ab 80 €. Wo genau der Preis liegt, hängt an der Zahl der Leistungsseiten, an Texten, Fotos und zusätzlichen Funktionen.
Ist ein Baukasten für Handwerker günstiger als eine gekaufte Website?
In Euro meist ja, auch über drei Jahre. Jimdo Grow kostet laut Jimdo im Oktober 2026 20 € im Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. Teurer wird der Baukasten durch die eigene Arbeitszeit und dadurch, dass sich die Seite schwerer so aufteilen lässt, dass jede Leistung einzeln gefunden wird.
Lohnt sich eine eigene Website, wenn ich Aufträge über MyHammer bekomme?
Das hängt davon ab, was ein Auftrag Sie dort kostet. Rechnen Sie die Kontaktgebühren der letzten Monate durch die Aufträge, die daraus wirklich wurden. Liegt der Betrag pro Auftrag hoch, rechnet sich eine eigene Website schneller, weil sie keine Gebühr pro Kontakt verlangt.
Welche laufenden Kosten hat eine Handwerker-Website?
Bei uns fallen Domain und Hosting an, monatlich je ab 80 €. Solange Sie Fotos und Texte selbst pflegen, kommt nichts dazu. Bei einem Baukasten steckt der Betrieb im Tarif, die Domain wird bei Jimdo und Wix nach der ersten Laufzeit aber gesondert berechnet.
Gibt es eine Förderung für die Website eines Handwerksbetriebs?
Für eine kleine Website allein ist uns im Oktober 2026 kein passendes Programm bekannt. go-digital ist ausgelaufen, und die Digitalisierungsprämie in Baden-Württemberg gibt es nur noch als Tilgungszuschuss zu einem Förderkredit ab 10.000 €. Im Einzelfall helfen die Hausbank oder die Handwerkskammer weiter.