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MyHammer, Check24, Aroundhome: was Anfragen kosten

Handwerkerportale im Kostenvergleich: wann MyHammer, Check24 Profis und Aroundhome abrechnen, wer die Anfrage noch bekommt und wie Sie wieder kündigen.

09. Oktober 202611 Min.
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MyHammer, Check24, Aroundhome: was Anfragen kosten

Das Wichtigste in Kürze:

  • Keines der drei Handwerkerportale nimmt eine Provision auf den Auftrag. Bezahlt wird für den Kontakt, auch wenn am Ende ein anderer Betrieb den Zuschlag bekommt
  • Der Unterschied liegt im Zeitpunkt: MyHammer rechnet mit dem bestätigten Kontakt ab, Check24 Profis bei bestätigtem Kundeninteresse, Aroundhome mit jeder übermittelten Anfrage
  • Exklusiv ist keine Anfrage. Aroundhome gibt sie an höchstens drei Fachpartner, MyHammer und Check24 Profis nennen keine Obergrenze

Montagmorgen, halb sieben. Ein Heizungsbauer mit vier Leuten sitzt im Transporter vor dem Lager und geht auf dem Handy die Benachrichtigungen vom Wochenende durch. Auf MyHammer wartet ein Bad mit neuer Therme, bei Check24 Profis eine Heizungswartung, und Aroundhome meldet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus, mit dem Hinweis, dass der Kunde schon telefonisch befragt wurde. Alle drei Anfragen kosten Geld. Wann und wofür, regelt jedes Portal anders. Der Betrieb ist ein ausgedachtes Beispiel, die Regeln dahinter sind es nicht.

Wer die Kosten der Handwerkerportale vergleichen will, muss deshalb mehr wissen als den Preis pro Kontakt: wann die Gebühr fällig wird, wie viele andere Betriebe dieselbe Anfrage bekommen, wie lange der Vertrag läuft und was zurückkommt, wenn ein Kontakt nichts taugt. Grundlage sind die Seiten, Geschäftsbedingungen und Hilfebereiche der drei Anbieter, Stand Oktober 2026.

Handwerkerportale im Kostenvergleich: die Übersicht

Die Tabelle stellt nebeneinander, was die drei Portale selbst über ihre Abrechnung schreiben. Konkrete Eurobeträge stehen nicht darin, und das hat einen Grund: Keiner der drei Anbieter veröffentlicht eine Preisliste. Der Preis hängt bei allen am einzelnen Auftrag oder am Produkt und wird Ihnen erst im Konto oder im Vertragsprozess angezeigt.

MyHammerCheck24 ProfisAroundhome
Anmeldungkostenloskostenlos, 50 € StartguthabenPartnervertrag, Software kostenlos
AbrechnungsmodellKontaktgebühr je „Bestätigtem Kontakt", auf Wunsch Abo mit GrundgebührGebühr je Kundenkontakt, keine Grundgebühr, kein MindestumsatzFestpreis je qualifizierter Anfrage (Lead)
Wann die Gebühr fällig wirdwenn der Auftraggeber Ihr Interesse bestätigtwenn der Kunde sein Interesse bestätigtmit der Übermittlung der Anfrage
Wovon die Höhe abhängtFachgebiet, Fläche, Menge, Saison, MaterialDienstleistung, Auftragsvolumen, Marktlageangebotenes Produkt
Provision auf den Auftragkeinekeine genanntkeine
Gebühr auch ohne Auftragjaja, sie fällt vor dem Vertrag mit dem Kunden anja
Wer die Anfrage noch bekommtkeine Obergrenze genanntkeine Obergrenze genannthöchstens drei Fachpartner
Exklusivitätnicht zugesagtnicht zugesagtnicht zugesagt
Laufzeitohne Abo keine; Abo mit einem Monat Frist, frühestens zum Ende der MindestlaufzeitBedingungen für Profis nicht öffentlichunbefristet, ein Monat zum Monatsende
Erstattungnur in festgelegten Fällen, etwa bei falschen Kontaktdatenkeine öffentliche Regel gefundenMangel sofort in Textform rügen, zuerst Ersatz-Lead

Die wichtigste Zeile steht in der Mitte. Bei allen drei Portalen zahlen Sie für die Chance auf einen Auftrag, nicht für den Auftrag selbst. Was ein gewonnener Auftrag kostet, ergibt sich deshalb erst aus Ihrer eigenen Abschlussquote, und die steht in keiner Tabelle.

MyHammer: Kontaktgebühr und Abo im Kostenvergleich

MyHammer arbeitet mit dem „Bestätigten Kontakt". Sie bekunden Interesse an einem Auftrag, der Auftraggeber bestätigt, und in diesem Moment bekommen Sie Name und Telefonnummer, und die Kontaktgebühr ist fällig. Ihre Höhe berechnet MyHammer nach eigener Angabe aus den Eingaben des Auftraggebers und zeigt sie vorher am Auftrag an. Eine Provision auf den Auftragswert sehen die Geschäftsbedingungen für Handwerker (Stand Februar 2026) nicht vor.

Wer regelmässig Kontakte kauft, kann ein Abo abschliessen: Grundgebühr im Monat, dafür ein Guthaben und günstigere Kontakte. Das Guthaben verfällt am Monatsende, wenn Sie es nicht verbrauchen. Erstattet wird eine Kontaktgebühr nur in festgelegten Fällen, etwa bei falschen Kontaktdaten, und beim nicht erreichbaren Auftraggeber nur in einem engen Zeitfenster. Wie sich das zu Kosten pro Auftrag zusammenrechnet, mit Beispieltabelle und den genauen Erstattungsregeln, steht im Beitrag MyHammer-Kosten: was ein Auftrag Handwerker wirklich kostet.

Check24 Profis: Kosten bei bestätigtem Kundeninteresse

Check24 Profis funktioniert über Angebote. Ein Kunde stellt eine Anfrage, Sie antworten mit einem Angebot, und der Kunde entscheidet, bei wem er Interesse hat. Laut der Seite von Check24 für Handwerker entstehen Kosten „nur bei bestätigtem Interesse des Kunden". Die Höhe hängt von der Dienstleistung, dem Auftragsvolumen und der Marktsituation ab. Eine Grundgebühr gibt es nicht, einen Mindestumsatz auch nicht. Zum Ausprobieren stellt Check24 ein Startguthaben von 50 € bereit.

Auf derselben Seite schreibt Check24, dass Angebote ohne Preis „in den meisten Fällen nicht in die engere Auswahl genommen" werden. Wer mit einem Besichtigungstermin statt einer Zahl antwortet, fällt also meist heraus, obwohl sich viele Arbeiten ohne Blick vor Ort seriös gar nicht beziffern lassen. Dazu kommt ein Rabatt von bis zu 30 % auf alle Kosten für Profis mit hoher Qualität und Aktivität. Er belohnt Betriebe, die viel über die Plattform abwickeln, und bindet sie damit enger an sie.

Was bei Check24 Profis offen bleibt

Eine Grenze dieses Vergleichs gehört offen ausgesprochen. Die Geschäftsbedingungen für Profis haben wir nicht öffentlich gefunden. Der Link „AGB" auf den Seiten für Handwerker führt zu den Bedingungen für Auftraggeber, also für die Kunden. Wie viele Profis auf dieselbe Anfrage antworten dürfen, ob und wann eine Gebühr erstattet wird und wie Sie kündigen, lässt sich deshalb aus öffentlichen Quellen nicht belegen. Lassen Sie sich diese drei Punkte vor der Registrierung in Textform geben.

Aroundhome: Festpreis je Anfrage, höchstens drei Fachpartner

Aroundhome ist anders gebaut als die beiden anderen. Der Kunde stellt keine Ausschreibung ein, auf die sich Betriebe melden. Er wird von Aroundhome angerufen, laut der Partnerseite von Aroundhome mit bis zu sechs Anrufversuchen, und im Gespräch klären Mitarbeiter das Vorhaben. Danach geht die Anfrage an „maximal drei Fachpartner". Bezahlt wird ein Festpreis pro qualifizierter Anfrage, der vom angebotenen Produkt abhängt und erst im digitalen Vertragsprozess sichtbar wird. Eine Provision auf den Umsatz gibt es nicht.

Die Partnerseiten sind nach Produkten sortiert: Heizung, Fenster, Solaranlage, Küche, Fassadendämmung und weitere. Aroundhome zielt also auf größere, planbare Vorhaben, nicht auf den tropfenden Wasserhahn. Das ist der Grund, warum der Heizungsbauer aus dem Beispiel von dort eine Wärmepumpe bekommt und keine Wartung.

Aroundhome Kosten laut Partner-AGB

In den Geschäftsbedingungen für Partner (Stand Juli 2023) steht ausdrücklich, dass die Leads unabhängig davon zu bezahlen sind, ob ein Vertrag mit dem Kunden zustande kommt. Ein Lead darf je nach Verfügbarkeit auch anderen Partnern angeboten werden. Der Vertrag läuft unbefristet und ist mit einem Monat Frist zum Monatsende kündbar, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Abgerechnet wird laut Partnerseite alle zwei Wochen mit einer Sammelrechnung.

Für die Kosten entscheidend sind zwei Klauseln. Aroundhome darf die Lead-Preise mit einer Ankündigung von zwei Wochen ändern, Sie dürfen dann zum Zeitpunkt der Änderung kündigen. Und wer einen Lead für mangelhaft hält, etwa weil er außerhalb des vereinbarten Gebiets liegt, muss das unverzüglich in Textform rügen. Aroundhome darf dann zuerst einen neuen Lead liefern, statt Geld zurückzugeben.

Was „jede zehnte Anfrage" für die Kosten pro Auftrag heißt

Aroundhome schreibt selbst: „Im Durchschnitt wird aus jeder zehnten Anfrage ein Auftrag." Das ist eine Angabe des Anbieters und ein Durchschnitt über alle Gewerke, kein Versprechen für Ihren Betrieb. Nimmt man sie beim Wort, kostet ein Auftrag das Zehnfache des Lead-Preises.

Ein Beispiel mit angenommenem Wert, kein Preis von Aroundhome: Kostet eine Anfrage 80 €, liegt ein Auftrag bei 800 €. Bei einer Heizungsanlage kann das aufgehen. Bei kleineren Vorhaben frisst es den Ertrag. Setzen Sie den Preis ein, der Ihnen im Vertragsprozess angezeigt wird, und Ihre eigene Quote, sobald Sie sie kennen.

Exklusivität: wer die Anfrage bei Handwerkerportalen noch bekommt

Keines der drei Portale verkauft eine Anfrage exklusiv. Aroundhome nennt als einziges eine feste Obergrenze, drei Fachpartner, und wirbt auf den Partnerseiten mit dem Satz „Schnell sein lohnt sich". MyHammer und Check24 Profis nennen keine Zahl.

Für die Kosten heißt das: Sie bezahlen dafür, an einem Wettbewerb teilzunehmen. Wer zuerst anruft und wer den günstigsten Preis nennt, hat die besseren Karten. Zurück zum Transporter am Montagmorgen. Um halb sieben hat der Heizungsbauer die Wärmepumpe gesehen, aber bis zur Mittagspause steht er im Keller eines Kunden. Zwei andere Betriebe haben den Interessenten bis dahin vielleicht schon am Telefon gehabt.

Ein Betrieb, der mit Qualität statt Preis überzeugen will, arbeitet auf diesem Weg gegen das Modell. Das ist kein Vorwurf an die Portale. Ihr Versprechen an die Kunden ist der Vergleich, und der Vergleich läuft über den Preis.

Kosten pro Auftrag: Handwerkerportale fair vergleichen

Die Kontaktgebühr allein sagt wenig. Ein Portal mit teurem Lead und guter Quote kann günstiger sein als eines mit billigem Kontakt, aus dem fast nie ein Auftrag wird. Fair vergleichen lässt sich nur der Preis pro gewonnenem Auftrag, und den kennen nur Sie.

Am einfachsten ist eine Liste über drei Monate, für jedes Portal getrennt:

  1. Alle Gebühren aus den Abrechnungen zusammenzählen, einschliesslich Grundgebühr und verfallenem Guthaben.
  2. Die Zahl der Kontakte oder Leads danebenschreiben.
  3. Notieren, wie viele davon tatsächlich zum Auftrag wurden.
  4. Gebühren durch Aufträge teilen.
  5. Das Ergebnis neben den durchschnittlichen Rechnungsbetrag dieser Aufträge stellen.

Der letzte Schritt ist der wichtigste. Ein Auftrag für 300 €, der Sie über das Portal 150 € kostet, trägt sich nicht. Derselbe Betrag bei einem Auftrag über 8.000 € fällt kaum ins Gewicht.

Wann sich Handwerkerportale lohnen und wann eigene Anfragen

Die Portale haben ihren Platz. Ein neuer Betrieb ohne Empfehlungen bekommt dort schnell erste Kunden, und eine Lücke im Kalender lässt sich in Tagen füllen statt in Monaten. Wer die Kosten pro Auftrag kennt und sie einpreist, kann damit gut arbeiten.

Teuer wird es, wenn das Portal zum einzigen Kanal wird. Dann bezahlen Sie jeden Kunden neu, die Bewertungen gehören zu Ihrem Profil auf der Plattform, und Sie stehen bei jeder Anfrage wieder im Preisvergleich. Der Weg zu Anfragen, für die keine Gebühr anfällt, führt über ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und eine eigene Website. Wie beides zusammen als MyHammer-Alternative für eigene Anfragen funktioniert, was es kostet und wie lange es braucht, steht im Folgebeitrag. Was die eigene Website im Vergleich zu den Gebühren kostet, steht unter Kosten einer Website für Handwerker.

Wie Sie das Profil einrichten und zu Bewertungen kommen, erklärt der Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil. Was eine Website enthalten muss, damit aus dem Besuch ein Anruf wird, steht auf der Seite zur Website für Handwerker, und welche anderen Wege es gibt, von der Empfehlung bis zur Anzeige, ordnet der Beitrag zum Marketing für Handwerker.

Der Heizungsbauer aus dem Transporter wird die drei Portale nicht von heute auf morgen abmelden. Aber wenn er am nächsten Montag aufs Handy schaut, wäre eine vierte Nachricht gut: eine Anfrage über die eigene Website, die nur bei ihm angekommen ist.

Häufig gestellte Fragen

Welches Handwerkerportal ist am günstigsten?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil keines der drei Portale eine Preisliste veröffentlicht. Entscheidend ist der Preis pro gewonnenem Auftrag: alle Gebühren eines Zeitraums geteilt durch die Aufträge, die daraus wurden. Ein teurer Lead mit guter Abschlussquote kann günstiger sein als ein billiger Kontakt, aus dem selten etwas wird.

Nehmen MyHammer, Check24 Profis oder Aroundhome eine Provision?

Nein, nach den Angaben der Anbieter (Stand Oktober 2026) nimmt keines der drei Portale eine Provision auf den Auftragswert. Bezahlt wird für den Kontakt oder die Anfrage, und zwar auch dann, wenn der Auftrag an einen anderen Betrieb geht.

Bekomme ich Anfragen von Aroundhome exklusiv?

Nein. Aroundhome gibt eine qualifizierte Anfrage laut Partnerseite an höchstens drei Fachpartner weiter. Die Geschäftsbedingungen erlauben ausdrücklich, einen Lead auch anderen Partnern anzubieten. Bezahlt wird der Lead unabhängig davon, ob Sie den Auftrag bekommen.

Was kostet Check24 Profis für Handwerker?

Registrierung und Profil sind kostenlos, eine Grundgebühr gibt es nicht. Kosten entstehen, sobald ein Kunde sein Interesse bestätigt, und ihre Höhe hängt von Dienstleistung, Auftragsvolumen und Marktlage ab. Für Profis mit hoher Qualität und Aktivität nennt Check24 bis zu 30 % Rabatt.

Wie kündige ich bei Aroundhome als Handwerker?

Laut den Geschäftsbedingungen für Partner mit einem Monat Frist zum Monatsende, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist. Die Kündigung geht an die Geschäftsanschrift oder per Mail an die in den Bedingungen genannte Vertragsadresse. Bei einer Preisänderung haben Sie zusätzlich ein Sonderkündigungsrecht.

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