Das Wichtigste in Kürze:
- Eine Makler-Website verkauft nicht Objekte, sondern Sie als Makler, Vertrauen ist die eigentliche Aufgabe
- Eigentümer entscheiden anders als Käufer: Die Seite muss beide ansprechen, und der Eigentümer zählt mehr
- Der Standort gehört in den Vordergrund, weil Immobiliengeschäft lokal ist und Google es lokal bewertet
Ein Eigentümer will sein Haus verkaufen und sucht einen Makler. Er schaut sich zwei, drei Websites an, bevor er anruft, und entscheidet in diesen Minuten, wem er ein Objekt im Wert einer halben Million anvertraut. Genau darum geht es auf Ihrer Website, nicht um die Objektliste.
Viele Makler-Websites drehen sich um die Immobilien. Das ist verständlich, aber es verfehlt den wichtigsten Besucher. Der Käufer findet Objekte auch auf den großen Portalen. Der Eigentümer, der einen Makler sucht, findet dort nichts, und der ist Ihr eigentliches Geschäft.
Dieser Artikel zeigt, was eine Makler-Website leisten muss, um aus Besuchern Anfragen zu machen, und welche Fehler regelmäßig Aufträge kosten.
Die Website verkauft Sie, nicht die Objekte
Der Verkaufsauftrag ist Ihr wertvollster Kunde, und der entscheidet nach Vertrauen. Ein Eigentümer gibt sein Objekt dem Makler, der kompetent, verlässlich und regional verankert wirkt. Alle drei Eindrücke entstehen auf Ihrer Website, bevor das erste Gespräch stattfindet.
Das heißt konkret: Ihr Gesicht, Ihr Name, Ihre Geschichte gehören sichtbar auf die Seite, nicht versteckt unter „Über uns", sondern präsent. Verkaufszahlen und zufriedene Verkäufer sind stärkere Argumente als jede Selbstbeschreibung. Was gute Texte dafür ausmacht, zeigt unser Beitrag zu Website-Texten, die verkaufen.
| Besuchertyp | Was er sucht | Was ihn überzeugt |
|---|---|---|
| Verkäufer / Eigentümer | einen verlässlichen Makler | Referenzen, Gesicht, regionale Nähe |
| Käufer / Mieter | passende Objekte | aktuelle Angebote, klare Details |
Warum der Standort in den Vordergrund gehört
Immobiliengeschäft ist lokal. Wer verkaufen will, sucht den Makler „in der Nähe", und Google bewertet genau das: Bei einer Suche nach „Immobilienmakler [Ort]" erscheint zuerst der Kartenblock mit lokalen Anbietern. Ob Sie dort auftauchen, hängt an Ihrem Google-Unternehmensprofil und an einem klaren Ortsbezug auf der Website.
Steht Ihre vollständige Adresse auf der Seite? Kommt Ihr Einzugsgebiet im Text vor? Das sind keine Kleinigkeiten, sondern die Signale, mit denen Google Sie einer Region zuordnet. Wie Sie den Ortsbezug richtig setzen, erklärt unser Beitrag zu lokalen Keywords, und falls Sie mehrere Orte bedienen, sind lokale Landingpages der passende Weg.
Der Eintrag bei Google gehört zwingend dazu. Ohne Unternehmensprofil fehlen Sie im Kartenblock, die Anleitung dazu steht in unserem Beitrag, wie Sie Ihre Firma bei Google eintragen.
Die Fehler, die Anfragen kosten
Der häufigste ist eine Website, die nur aus der Objektliste besteht. Sind gerade wenige Objekte im Angebot, wirkt die Seite leer und der Makler wenig erfolgreich, dabei ist der leere Bestand oft ein Zeichen dafür, dass schnell verkauft wird. Trennen Sie deshalb die Selbstdarstellung von der Objektliste.
Der zweite Fehler betrifft die Erreichbarkeit. Ein Eigentümer, der sich zum Anruf entschließt, will nicht suchen. Die Telefonnummer gehört sichtbar nach oben und muss am Handy anklickbar sein. Ob Ihre Seite diese Grundlagen erfüllt, prüft in wenigen Sekunden der kostenlose Website-Check.
Bewertungen sind der dritte Punkt. Beim Verkauf einer Immobilie ist die Vertrauensfrage besonders groß, und frühere Verkäufer, die zufrieden waren, sind Ihr stärkstes Argument. Wie Sie systematisch zu Bewertungen kommen, steht in unserem Beitrag zu Google-Bewertungen für lokale Unternehmen.
Was eine Makler-Website kosten darf
Das hängt vom Umfang ab, eine reine Präsenz mit Kontakt und Referenzen kostet anders als eine mit Objektverwaltung und Anbindung an ein Maklerprogramm. Die Marktspannen und die eigentlichen Kostentreiber ordnet unser Beitrag ein, was eine Homepage kostet.
Rechnen Sie über den Auftragswert. Bei einer Provision im vier- bis fünfstelligen Bereich pro Verkauf trägt sich eine gute Website schon mit einem einzigen zusätzlichen Auftrag. Diese Rechnung sieht bei Ihnen anders aus als bei einem Betrieb mit kleinem Auftragswert, und sie spricht klar für die Investition.
Den größeren Rahmen fasst unser Leitfaden zu lokalem SEO zusammen. Wie sich das regional umsetzen lässt, vertieft unser Beitrag zu Immobilien-Websites für Makler.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich eine eigene Website, wenn ich ohnehin auf den Portalen inseriere?
Ja, denn die Portale bringen Ihnen Käufer, nicht Verkaufsaufträge. Ein Eigentümer, der einen Makler sucht, findet Sie über die Portale kaum, er sucht bei Google nach einem Makler in seiner Region. Ihre eigene Website ist der Ort, an dem Sie sich als vertrauenswürdiger Partner zeigen, und dieser Auftrag ist Ihr wertvollster.
Was gehört auf die Startseite eines Maklers?
Wer Sie sind, welche Region Sie bedienen und wie man Sie erreicht, sofort erkennbar, ohne Scrollen. Dazu Referenzen und Bewertungen als Vertrauensbeleg. Die Objektliste ist wichtig, aber sie ist der zweite Schritt, nicht der erste Eindruck.
Wie werde ich bei „Immobilienmakler [Ort]" gefunden?
Über zwei Dinge: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, das Sie in den Kartenblock bringt, und einen klaren Ortsbezug auf Ihrer Website mit vollständiger Adresse und Ihrem Einzugsgebiet im Text. Beides zusammen ordnet Google Sie Ihrer Region zu.
Lohnt sich die Investition in eine neue Website?
Rechnen Sie über Ihren Provisionswert pro Abschluss. Bei den üblichen Größenordnungen im Immobiliengeschäft trägt sich eine gute Website bereits mit einem einzigen zusätzlichen Verkaufsauftrag über ihre gesamte Laufzeit. Entscheidend ist nicht der Preis, sondern ob die Seite Vertrauen schafft und Anfragen erzeugt.