Das Wichtigste in Kürze:
- Eine Website für Zahnarztpraxen schreibt zuerst für den Patienten, der sich überwinden muss, und erst dann für den, der schon weiss, was er will
- Prophylaxe, Implantate und Ästhetik bekommen eigene Seiten, weil Patienten danach einzeln suchen und dort Kosten verstehen wollen
- Preis: ab 1.500 € als Festpreis, schriftlich vereinbart, bevor gearbeitet wird
Ein Beispiel, wie es so oder ähnlich in jeder Stadt vorkommen kann: Ein Mann Mitte vierzig war seit Jahren nicht beim Zahnarzt. Seit drei Tagen meldet sich ein Backenzahn, und am Sonntagabend sitzt er mit dem Handy auf dem Sofa und tippt „Zahnarzt Angstpatienten" und den Namen seiner Stadt. Die erste Praxis zeigt auf der Startseite ein Behandlungszimmer und eine Liste mit zwölf Fachbegriffen. Die zweite zeigt das Team, erklärt in vier Sätzen, wie der erste Termin abläuft, und sagt, dass man dort zuerst nur redet. Er bucht den Termin bei der zweiten, noch am Abend.
Beide Praxen hätten den Zahn gleich gut behandelt. Entschieden hat die Website, und zwar an einer Stelle, an der sich die Zahnmedizin von fast jeder anderen Fachrichtung unterscheidet: Viele Menschen schieben den Besuch auf, und wer sich endlich überwindet, sucht nicht die modernste Praxis, sondern die, bei der er sich traut. Was eine Website für Zahnarztpraxen deshalb anders macht, steht auf dieser Seite. Die Grundlagen für alle Praxen, von den Pflichtangaben bis zur Terminbuchung, stehen auf der Übersicht Website für Arztpraxen.
Website für Zahnarztpraxen: zuerst für Angstpatienten
Ein Patient mit Angst liest eine Zahnarzt-Website anders. Er sucht nicht nach dem Leistungsspektrum, er sucht nach einem Grund, nicht abzusagen. Den findet er in Gesichtern, in einem ruhigen Ton und in einer Beschreibung, was beim ersten Termin passiert.
Was Angstpatienten auf der Zahnarzt-Website lesen wollen
Ein echtes Foto vom Team, keine Aufnahme aus der Bilddatenbank. Ein paar Sätze der Zahnärztin selbst, wie sie mit Patienten umgeht, die lange nicht da waren. Und eine Seite, die den ersten Termin Schritt für Schritt beschreibt: Gespräch, Untersuchung, erst danach ein Plan. Wer Behandlungen unter Sedierung oder in Narkose anbietet, nennt das sachlich auf einer eigenen Seite, mit dem, was der Patient vorher wissen muss.
Eine Grenze gilt hier besonders. Versprechen wie „völlig schmerzfrei" klingen beruhigend, sind aber genau die Art Aussage, die das Heilberufe-Werberecht nicht zulässt. Ehrlicher und erlaubt ist, zu beschreiben, was die Praxis tut, damit es so angenehm wie möglich wird. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel prüft Ihre Zahnärztekammer.
Prophylaxe und Recall auf der Zahnarzt-Website
Die professionelle Zahnreinigung ist für viele Praxen ein fester Teil des Kalenders, und für Patienten ist sie oft der Grund, überhaupt regelmässig zu kommen. Auf der Website verdient sie eine eigene Seite: was bei der Prophylaxe passiert, wie lange sie dauert und was sie kostet. Gerade die Kostenfrage stellt fast jeder. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die professionelle Zahnreinigung keine Regelleistung der gesetzlichen Kassen ist, viele Kassen sie aber bezuschussen. Ein Satz dazu und der Hinweis, bei der eigenen Kasse nachzufragen, spart Ihrem Empfang viele Erklärungen.
Der zweite Teil ist der Recall, also die Erinnerung an die nächste Kontrolle oder Reinigung. Doctolib etwa beschreibt Recalls per SMS mit einem Link, über den der Patient den Folgetermin selbst bucht, Jameda nennt automatische Erinnerungen per E-Mail, App und SMS. Das gehört zum Buchungssystem und nicht zur Website, und es braucht die Einwilligung des Patienten. Die Website erklärt dafür, warum die regelmässige Kontrolle sich lohnt, zum Beispiel über das Bonusheft, das den Zuschuss der Kasse zum Zahnersatz erhöhen kann.
Implantologie und Ästhetik: Selbstzahlerleistungen auf der Zahnarzt-Website
Wer ein Implantat, Veneers oder ein Aufhellen der Zähne erwägt, sucht lange, liest viel und vergleicht. Diese Patienten kommen selten aus Not, sondern mit einer Entscheidung, die mehrere tausend Euro kosten kann. Sie wollen verstehen, bevor sie anrufen. Für die Praxis sind es oft die Behandlungen, die sie gern häufiger machen würde.
Jede dieser Leistungen bekommt deshalb eine eigene Seite: was die Behandlung ist, für wen sie infrage kommt, wie viele Termine sie braucht und welche Qualifikation die Praxis dafür mitbringt. Bei Bildern ist Vorsicht geboten. Vorher-Nachher-Fotos sind im Heilberufe-Werberecht ein bekannter Streitpunkt, und ob und wie Sie sie zeigen dürfen, gehört vor der Veröffentlichung geprüft.
Kostenvoranschlag und Heil- und Kostenplan verständlich machen
Die häufigste Frage auf einer Implantat-Seite lautet: Was kostet das? Eine feste Zahl kann die Website nicht nennen, weil sie vom Befund abhängt. Sie kann aber erklären, woraus sich der Preis zusammensetzt und wie der Weg zum Kostenvoranschlag aussieht. Beim Zahnersatz kommt der Heil- und Kostenplan dazu, den die Krankenkasse vor der Behandlung genehmigt und auf dessen Grundlage sie ihren Festzuschuss zahlt.
Eine kurze Seite, die genau diesen Ablauf beschreibt, nimmt dem Patienten die Sorge vor einer bösen Überraschung. Und sie bringt Anfragen von Menschen, die schon wissen, wie es weitergeht, statt Anrufen mit der Frage nach einem Preis am Telefon.
Das Praxisteam der Zahnarztpraxis zeigen
In kaum einer Praxis verbringt der Patient so viel Zeit mit dem Team wie beim Zahnarzt. Die Prophylaxe macht oft eine Fachkraft, die Assistenz ist bei jeder Behandlung dabei, und am Empfang wird der nächste Termin vereinbart. Eine Teamseite mit Namen, Foto und einem Satz zu jeder Person zeigt dem ängstlichen Patienten, wer ihn erwartet.
Dieselbe Seite hilft bei der Suche nach Personal. Zahnmedizinische Fachangestellte und Prophylaxekräfte schauen sich vor einer Bewerbung genau an, wie ein Team auftritt. Eine Karriereseite mit bis zu drei Stellen, Arbeitszeiten und einem Bewerbungsweg ohne Anschreiben gibt es als Zusatz ab 800 €, weitere Stellen legen Sie danach selbst an.
Zahnarzt-Marketing: Google-Profil, Bewertungen und Website
Bei „Zahnarzt" und einem Ortsnamen zeigt Google zuerst eine Karte mit wenigen Praxen. Dorthin kommt eine Zahnarztpraxis über ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen, das auf die Website verweist. Wie Praxen ihr Profil einrichten und was dort für Heilberufe gilt, zeigt der Beitrag zum Google-Unternehmensprofil für Arztpraxen, die ganze Reihenfolge im Zahnarzt-Marketing steht unter Marketing für Zahnärzte.
Bewertungen wiegen bei Zahnärzten schwer, weil sie die Empfehlung aus dem Bekanntenkreis ersetzen. Wie Sie zu mehr davon kommen, ohne gegen Regeln zu verstossen, steht unter Google-Bewertungen für lokale Unternehmen. Beim Antworten gilt die Schweigepflicht: keine Bestätigung, dass jemand Patient war, keine Details zur Behandlung.
Was eine Website für Zahnarztpraxen kostet
Eine komplette Website für eine Zahnarztpraxis beginnt bei Topblog bei 1.500 € einmalig, als Festpreis, der vor Beginn schriftlich feststeht. Den grössten Einfluss hat bei Zahnärzten die Zahl der Behandlungsseiten: Eine Praxis mit allgemeiner Zahnheilkunde und Prophylaxe braucht weniger als eine mit Implantologie, Kieferorthopädie, Ästhetik und eigener Seite für Angstpatienten. Für Domain, Hosting und Wartung kommen zusammen ab 80 € im Monat dazu, für die Karriereseite einmalig ab 800 €.
Die Terminbuchung über Doctolib, Jameda oder Ihre Praxissoftware binden wir ein, die Gebühr dafür läuft über Ihren Vertrag mit dem Anbieter. Was im Festpreis enthalten ist, zeigt die Seite mit allen Preisen. Das Gespräch dazu führen wir per Telefon oder Videocall, Texte und Fotos schicken Sie per Mail oder WhatsApp, wann es zwischen zwei Patienten passt.
Viele dieser Fragen stellen sich in Physiotherapie und Logopädie ganz anders, dort entscheidet die Verordnung. Das steht unter Website für Therapiepraxen.
Und der Mann mit dem Backenzahn? Er hat nicht nach der besten Zahnarztpraxis der Stadt gesucht. Er hat die genommen, auf deren Website stand, dass beim ersten Termin zuerst geredet wird.
Häufig gestellte Fragen
Was gehört auf die Startseite einer Zahnarztpraxis?
Sofort sichtbar: ob Sie neue Patienten annehmen, wie man einen Termin bekommt, die Sprechzeiten und die Nummer zum Antippen. Dazu ein echtes Teamfoto und ein Hinweis für Angstpatienten. Die einzelnen Behandlungen folgen darunter, jede mit einer eigenen Seite.
Was kostet eine Website für Zahnärzte?
Bei Topblog beginnt eine komplette Zahnarzt-Website bei 1.500 € einmalig, als Festpreis. Der genaue Betrag hängt vor allem an der Zahl der Behandlungsseiten und daran, ob Texte und Fotos von Ihnen kommen. Domain, Hosting und Wartung kosten zusammen ab 80 € im Monat.
Darf eine Zahnarztpraxis Vorher-Nachher-Bilder zeigen?
Das ist im Heilberufe-Werberecht ein bekannter Streitpunkt und hängt von der Behandlung und der Darstellung ab. Lassen Sie Bilder vor der Veröffentlichung von Ihrer Zahnärztekammer oder einer Kanzlei prüfen, die Heilberufe berät. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.
Lässt sich die Online-Terminbuchung in die Zahnarzt-Website einbinden?
Ja. Die Website bindet das System ein, das Ihre Praxis nutzt, etwa Doctolib, Jameda oder die Buchung aus Ihrer Praxissoftware, sichtbar auf jeder Seite. Erinnerungen und Recalls laufen über dieses System und brauchen die Einwilligung der Patienten.