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Website bringt keine Anfragen: woran es meist liegt

Ihre Website bringt keine Anfragen? Meist liegt es an wenigen Stellen: Telefonnummer, Formular, Texte, Google-Profil. So finden Sie den Fehler selbst.

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Website bringt keine Anfragen: woran es meist liegt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wenn eine Website keine Anfragen bringt, gibt es zwei ganz verschiedene Ursachen: Entweder kommt niemand auf die Seite, oder die Besucher finden keinen bequemen Weg, sich zu melden. Die Search Console zeigt in fünf Minuten, welcher Fall vorliegt
  • Am häufigsten scheitert es am Handy. In unserer Prüfung von 534 Handwerker-Websites zeigten 67 auf der Startseite keine Telefonnummer, und bei mehr als jeder dritten der übrigen liess sich die Nummer nicht antippen
  • Vieles davon reparieren Sie an einem Nachmittag. Eine neue Website lohnt sich erst, wenn mehrere Baustellen zusammenkommen

Ein Beispiel, das sich in vielen Betrieben so abspielt: Montagabend, der Malermeister sitzt nach Feierabend am Küchentisch und schaut in das Postfach, an das sein Kontaktformular geht. Seit drei Wochen nichts. Die Website hat vor zwei Jahren gut 2.000 € gekostet, sie sieht ordentlich aus, und trotzdem ruft niemand an, der sie gesehen hat. Er fragt sich, ob die Seite überhaupt etwas bringt.

Am Samstagmorgen davor hatte eine Frau im Nachbarort am Handy nach einem Maler gesucht. Sie fand seine Website, mochte die Fotos von der Altbaufassade und wollte anrufen. Die Nummer stand ganz unten, klein und als Teil einer Grafik. Antippen ging nicht. Sie wischte zurück und rief den nächsten Betrieb an. Wenn eine Website keine Anfragen bringt, liegt es selten an einem grossen Fehler, sondern an Momenten wie diesem. Dieser Beitrag zeigt, wo Sie suchen müssen und was sich selbst beheben lässt.

Website bringt keine Anfragen: erst die Ursache eingrenzen

Bevor Sie etwas ändern, klären Sie eine Frage: Kommen Besucher und melden sich nicht, oder kommt gar niemand? Die beiden Fälle brauchen völlig verschiedene Antworten. Wer eine Seite ohne Besucher umgestaltet, verändert nichts. Wer eine Seite mit Besuchern bei Google nach oben bringen will, bezahlt für Leute, die danach trotzdem nicht anrufen.

Die Antwort steht in der Google Search Console, die kostenlos ist und die Ihr Webdesigner vielleicht schon eingerichtet hat. Unter „Leistung“ sehen Sie, wie oft Ihre Website in den letzten Monaten in der Suche erschien und wie oft jemand darauf geklickt hat. Mehr als diese eine Ansicht brauchen Sie für die Frage nicht.

Was Sie sehenWas es meist bedeutetWo Sie ansetzen
kaum Impressionen, kaum KlicksGoogle zeigt die Seite fast nieSichtbarkeit: Google-Profil, Seitentitel, Inhalte je Leistung
viele Impressionen, wenige Klicksdie Seite erscheint, aber der Eintrag überzeugt nichtSeitentitel und Beschreibung im Suchergebnis
ordentlich Klicks, keine AnfragenBesucher kommen, finden aber keinen Weg zu IhnenTelefonnummer, Formular, Texte, Vertrauen
Anfragen kommen, aber zu wenige passendedie Seite spricht die falschen Leute anLeistungen und Einzugsgebiet klarer benennen

Die meisten Betriebe, die sagen, ihre Website bringe nichts, stecken in Zeile eins oder drei. Beide behandelt dieser Beitrag nacheinander.

Kaum Besucher: wenn Google die Website nicht zeigt

Steht Ihre Website bei Suchen nach Ihrem Gewerk und Ort nicht auf der ersten Seite, sieht sie schlicht niemand. Das hat mit Design nichts zu tun. Häufige Gründe sind ein fehlendes oder unvollständiges Google-Unternehmensprofil, ein Seitentitel, der nur den Firmennamen nennt, und eine einzige Seite für alle Leistungen, auf der „Fassade“, „Tapezieren“ und „Bodenbeläge“ zusammen in einem Absatz stehen.

Für einen Handwerker vor Ort ist das Google-Profil oft der schnellere Hebel als die Website selbst. Es erscheint auf der Karte über den normalen Treffern, und viele Kunden rufen direkt von dort an, ohne die Website je zu öffnen. Was dort hineingehört, beschreibt der Beitrag zum Google-Unternehmensprofil für Handwerker. Die übrigen Ursachen, von der Indexierung bis zum fehlenden Ortsbezug, sammelt der Artikel Warum werde ich bei Google nicht gefunden?.

Eine Sache vorweg, weil sie Zeit spart: Mehr Besucher lösen das Problem nur, wenn die Seite sie auch in Anfragen verwandelt. Prüfen Sie deshalb die Abschnitte unten auch dann, wenn Ihre Website kaum Besuch hat.

Besucher, aber keine Anfragen: die häufigsten Ursachen auf der Website

Ein Besucher, der auf Ihrer Website landet, hat meist ein konkretes Anliegen und wenig Geduld. Er steht in der Küche vor einem tropfenden Wasserhahn oder plant den Anstrich fürs Frühjahr. Innerhalb weniger Sekunden will er wissen, ob Sie das machen, ob Sie in seine Gegend kommen und wie er Sie erreicht. Fehlt eine der drei Antworten, ist er weg.

Die Telefonnummer auf der Website: sichtbar und antippbar

Im September 2026 haben wir 534 Websites von Malern, Elektrikern, SHK-Betrieben und Dachdeckern geprüft. Auf 13 % davon stand auf der Startseite keine Telefonnummer. Von den Seiten mit Nummer liess sich bei 36 % die Nummer am Handy nicht antippen, weil sie als blosser Text oder als Bild eingebaut war. Die Zahlen und wie wir gezählt haben, stehen in der Studie zu Handwerker-Websites.

Was das heisst, zeigt das Beispiel vom Samstagmorgen. Wer am Handy eine Nummer abschreiben muss, wechselt die App, tippt zehn Ziffern und vertippt sich vielleicht. Viele tun das nicht, sie rufen den Wettbewerber an, bei dem ein Fingertipp genügt. Die Nummer gehört deshalb oben auf jede Seite, als Link, der direkt den Anruf startet. Ihr Webdesigner braucht dafür zwei Minuten.

Das Kontaktformular: weniger Felder, mehr Anfragen

Viele Formulare fragen mehr, als ein Kunde beim ersten Kontakt sagen will: Anrede, Firma, Strasse, Hausnummer, Postleitzahl, Rückrufzeitraum, dazu ein Pflichtfeld für die Nachricht. Für ein erstes Angebot reichen Name, Telefon oder E-Mail und ein Satz zum Vorhaben. Alles andere klären Sie im Gespräch.

Ein Feld für ein Foto hilft dagegen oft mehr als drei Adressfelder. Ein Kunde, der den feuchten Fleck an der Decke fotografieren kann, schreibt eher, als einer, der ihn beschreiben muss. Wer WhatsApp nutzt, kann zusätzlich einen Knopf dafür anbieten. In unserer Prüfung tat das kaum ein Betrieb, auf 22 von 531 Startseiten gab es ihn.

Website-Texte, die Leistung und Ort nicht nennen

„Ihr kompetenter Partner rund ums Haus“ sagt einem Besucher nichts. Er sucht einen Maler für eine Fassade in Mühlacker und will genau das lesen. Die Startseite sollte in einem Satz sagen, was Sie machen und wo, und jede wichtige Leistung braucht eine eigene Seite mit Fotos von echten Aufträgen.

Wie solche Texte klingen, ohne nach Werbeprospekt zu klingen, zeigt der Beitrag zu Website-Texten, die verkaufen. Kurz gesagt: in der Sprache Ihrer Kunden, mit Beispielen statt Adjektiven.

Vertrauen auf der Website: Gesicht, Fotos und Bewertungen

Ein Kunde lässt einen Handwerker in sein Haus. Bevor er anruft, will er sehen, wer da kommt. Ein Foto des Inhabers und des Teams, echte Baustellenbilder statt Bilddatenbank und ein Hinweis auf Ihre Google-Bewertungen tragen dazu mehr bei als jede Formulierung. Nur gut jede vierte geprüfte Startseite nannte den Meisterbetrieb, obwohl viele Betriebe einer sind.

Anfragen über die Website, die nie ankommen

Manchmal bringt die Website Anfragen, und sie gehen trotzdem verloren. Das ist der unangenehmste Fall, weil niemand ihn bemerkt. Das Formular schickt seine Nachrichten an eine alte Adresse, an ein Postfach, das keiner mehr liest, oder die Mails landen im Spam-Ordner, weil der Server sie nicht sauber versendet.

Testen lässt sich das in zwei Minuten: Füllen Sie Ihr eigenes Formular aus, am Handy und am Rechner, mit einer privaten E-Mail-Adresse. Kommt nichts an, auch nicht im Spam, ist die Ursache gefunden. Rufen Sie ausserdem die Nummer auf der Website von einem fremden Telefon an. Hin und wieder läuft sie noch auf einen alten Anschluss oder auf eine Mailbox, die voll ist.

Website prüfen, ob sie Anfragen bringen kann: der Selbsttest

Den grössten Teil der Fehlersuche erledigen Sie selbst in einer Stunde. Nehmen Sie dafür das Handy, nicht den Rechner, denn dort suchen die meisten Ihrer Kunden.

  1. Suchen Sie bei Google nach Ihrem Gewerk und Ihrem Ort, ohne den Firmennamen, und notieren Sie, ob und wo Sie erscheinen.
  2. Öffnen Sie Ihre Startseite und stoppen Sie die Zeit, bis Leistung, Ort und Telefonnummer zu sehen sind, ohne zu scrollen.
  3. Tippen Sie auf die Nummer. Startet der Anruf, ist sie richtig eingebaut.
  4. Schicken Sie sich selbst eine Anfrage über das Formular und prüfen Sie, ob und wo sie ankommt.
  5. Lassen Sie jemanden aus der Familie, der die Seite nicht kennt, eine bestimmte Leistung finden, und schauen Sie zu.

Wer es genauer wissen will, lässt die Seite durch den kostenlosen Website-Check laufen. Er prüft unter anderem, ob die Nummer antippbar ist, ob die Seite am Handy richtig dargestellt wird und ob Google sie lesen kann.

Website reparieren oder neu, wenn sie keine Anfragen bringt

Die meisten Punkte oben sind kleine Eingriffe: eine Nummer verlinken, ein Formular kürzen, einen Satz auf der Startseite neu schreiben, ein paar echte Fotos tauschen. Dafür braucht es keine neue Website, sondern einen Nachmittag mit Ihrem Webdesigner oder in Ihrem Baukasten.

Anders liegt es, wenn mehrere Baustellen zusammenkommen. Ist die Seite nicht für Handys gebaut, langsam, ohne eigene Seiten für Ihre Leistungen und dazu auf einem System, das Sie nicht selbst ändern können, wird das Flicken teurer als ein Neubau. Worauf es beim Neubau ankommt, damit vorhandene Platzierungen nicht verloren gehen, steht im Beitrag zum Website-Relaunch. Eine Website für Handwerker baut Topblog ab 1.000 € zum Festpreis, mit Nummer, Gewerk und Ort ganz oben.

Wie Website, Google-Profil und Bewertungen zusammen dafür sorgen, dass ein Betrieb vor Ort gefunden wird, ordnet der Leitfaden zu lokalem SEO ein.

Zurück zum Samstagmorgen. Angenommen, der Malermeister hat seine Nummer oben auf die Seite gesetzt, als Link, und daneben einen Knopf für WhatsApp. Die Frau im Nachbarort sieht die Altbaufassade, tippt einmal, und während der Kaffee noch warm ist, klingelt bei ihm das Telefon.

Häufig gestellte Fragen

Warum bringt meine Website keine Anfragen?

Meist aus einem von zwei Gründen: Google zeigt die Website kaum, oder Besucher finden keinen bequemen Weg, sich zu melden. Welcher Fall vorliegt, zeigt die Search Console unter „Leistung“. Bei Besuchern ohne Anfragen liegt es oft an einer Telefonnummer, die am Handy nicht antippbar ist, an einem zu langen Formular oder an Texten, die Leistung und Ort nicht nennen.

Wie viele Anfragen sollte eine Website bringen?

Eine feste Zahl gibt es nicht, sie hängt vom Gewerk, vom Ort und von der Nachfrage ab. Ein besserer Massstab ist der Vergleich mit Ihnen selbst: Wie viele Kunden sagen im Gespräch, dass sie Sie über Google oder die Website gefunden haben? Wenn es keiner ist, obwohl die Search Console Besuche zeigt, lohnt die Fehlersuche.

Wie finde ich heraus, ob meine Website überhaupt Besucher hat?

Am einfachsten über die kostenlose Google Search Console. Sie zeigt, wie oft Ihre Website in der Suche erschien und wie oft jemand geklickt hat, je Suchbegriff. Ein Zählwerkzeug wie Google Analytics zeigt zusätzlich, was Besucher auf der Seite tun, braucht aber eine Einwilligung der Besucher.

Bringt ein Kontaktformular auf der Website mehr Anfragen als eine Telefonnummer?

Nicht mehr, aber andere. Viele Kunden rufen lieber an, andere schreiben abends, wenn kein Büro mehr besetzt ist. Bieten Sie beides an: eine antippbare Nummer oben auf jeder Seite und ein kurzes Formular mit wenigen Feldern, gern mit der Möglichkeit, ein Foto anzuhängen.

Was kostet es, eine Website zu überarbeiten, die keine Anfragen bringt?

Kleine Korrekturen wie eine verlinkte Nummer oder ein kürzeres Formular kosten bei den meisten Webdesignern nur wenige Arbeitsstunden. Lohnt sich ein Neubau, beginnt eine Website für Handwerker bei Topblog bei 1.000 € zum Festpreis. Domain, Hosting und Wartung kosten zusammen ab 80 € im Monat.

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