Das Wichtigste in Kürze:
- Auf der Website eines SHK-Betriebs steht der Notdienst getrennt von allem Planbaren: deutlich abgesetzt, mit ehrlichen Zeiten und klarem Einsatzgebiet
- Heizungstausch, Badsanierung und Wartung bekommen je eine eigene Seite, und die Anfragen enthalten schon die Angaben für das erste Gespräch
- Festpreis ab 1.000 €, vereinbart, bevor die Arbeit beginnt
Zwei Beispiele, die auf denselben Sonntagabend im Januar fallen können. Ein Mann steht im Keller vor seiner Heizung, die nicht mehr anspringt, und im Haus wird es langsam kalt. Ein paar Strassen weiter sitzt eine Frau am Küchentisch und sammelt Bilder für das neue Bad, das im Frühjahr kommen soll. Beide suchen am Handy einen Installateur in der Nähe, und beide landen auf derselben Seite.
Der Mann braucht in wenigen Sekunden eine Antwort: Kommt heute noch jemand, und unter welcher Nummer? Die Frau hat Zeit. Sie will fertige Bäder sehen und verstehen, wie so ein Umbau abläuft. Eine Startseite, die beiden dasselbe zeigt, wird keinem gerecht. Genau darin unterscheidet sich eine Website für Sanitär, Heizung und Klima von der eines Malers oder Schreiners: Sie bedient zwei Arten von Kunden, die nichts miteinander zu tun haben.
Notdienst und planbare Arbeit auf der SHK-Website trennen
Ganz oben, noch vor dem ersten Foto, steht ein Notdienst-Bereich, der sich auf den ersten Blick vom Rest abhebt. Darin stehen die Nummer zum Antippen, die Zeiten, zu denen Sie wirklich ausrücken, das Gebiet, in dem der Notdienst gilt, und ob ein Zuschlag anfällt. Den Betrag müssen Sie dort nicht nennen. Der Hinweis allein erspart beiden Seiten eine unangenehme Überraschung bei der Rechnung.
Darunter beginnt der ruhige Teil. Für alles Planbare gibt es eigene Seiten, zu denen die Startseite führt:
| Bereich | Was zuerst auf die Seite gehört |
|---|---|
| Notdienst | Nummer, Zeiten, Einsatzgebiet, Hinweis auf einen Zuschlag |
| Heizungstausch | welche Heizsysteme Sie einbauen, Anfrageformular mit den Daten der alten Anlage |
| Badsanierung | Vorher und Nachher, Ablauf vom Aufmass bis zur Übergabe, Bauzeit als Spanne |
| Wartung | was eine Wartung umfasst, wie der Wartungsvertrag läuft, Anfrage auch für Anlagen anderer Betriebe |
| Klima | ob Sie Klimageräte einbauen und warten, und wann im Jahr man besser früh anfragt |
Erreichbarkeit des Installateurs ehrlich angeben
Ein Notdienst, den es nur auf der Website gibt, schadet mehr als gar keiner. Wer nachts dreimal anruft und niemanden erreicht, ruft beim nächsten Mal woanders an und erzählt es weiter. Bieten Sie keinen Wochenenddienst an, schreiben Sie das hin, zusammen mit dem, was stattdessen passiert: etwa eine WhatsApp-Nachricht mit Foto und Rückruf am Montag ab sieben. Auch die Zeiten im Google-Unternehmensprofil müssen dazu passen. Zeigt Google „geschlossen", während die Website rund um die Uhr verspricht, glaubt der Kunde keinem von beiden.
Anfragen zum Heizungstausch vollständig erhalten
Beim Heizungstausch ruft selten jemand an und sagt einfach: „Neue Heizung, bitte." Die Kunden haben Fragen. Funktioniert eine Wärmepumpe in ihrem Haus? Was passiert mit den alten Heizkörpern? Gibt es Förderung? Ein Heizungsbauer, der das alles am Telefon klärt, verbringt seine Abende mit Gesprächen, von denen nicht jedes zu einem Auftrag führt.
Ein gutes Anfrageformular nimmt einen Teil davon vorweg. Es fragt, was Sie für eine erste Einschätzung brauchen:
- Art und ungefähres Alter der jetzigen Heizung
- Baujahr und Wohnfläche des Hauses
- Heizkörper, Fussbodenheizung oder beides
- ein Foto vom Heizraum und eines vom Typenschild
Mit diesen Angaben sehen Sie vor dem Rückruf, welche Anfragen zu Ihrem Angebot passen. Das erste Gespräch beginnt dann eine Stufe weiter.
Förderung auf der Website des Heizungsbauers
Fördersätze und ihre Bedingungen ändern sich. Ein Betrag, der heute auf Ihrer Seite steht, kann in einem halben Jahr falsch sein, und dann stehen Sie damit im Wort. Besser ist ein Satz, dass Sie den aktuellen Stand im Beratungsgespräch mit dem Kunden durchgehen. Das wirkt seriöser als eine Prozentangabe, die niemand nachpflegt.
Badsanierung auf der Sanitär-Homepage zeigen
Ein neues Bad plant niemand an einem Abend. Zwischen dem ersten gespeicherten Bild und dem Anruf vergehen oft Wochen, in denen Kunden vergleichen und sich fragen, wie lange sie ohne Dusche auskommen müssen. Die Seite zur Badsanierung beantwortet genau das.
Vorher und Nachher aus derselben Perspektive zeigen, was Sie aus einem engen Bad mit alten Fliesen machen. Daneben steht der Ablauf in wenigen Schritten: Beratung, Aufmass, Angebot, Umbau, Übergabe. Wer koordiniert Fliesenleger und Elektriker? Und wie lange ist das Bad nicht nutzbar, als Spanne aus Ihrer eigenen Erfahrung? Bauen Sie barrierearme Bäder, gehört das als eigener Abschnitt dazu, mit Fotos von bodengleichen Duschen und Haltegriffen, die nicht nach Krankenhaus aussehen.
Wartungsverträge für die Heizung über die Website gewinnen
Notdienst und Heizungstausch bringen Umsatz in Spitzen. Wartungsverträge bringen ihn gleichmässig. Eine eigene Seite dazu erklärt in einfachen Worten, was bei einer Wartung passiert, für welche Anlagen Sie sie anbieten und wie der Vertrag läuft: wann Sie sich melden, wie der Termin zustande kommt und wie der Preis festgelegt wird.
Ein kurzes Formular „Wartung anfragen" holt auch Kunden ab, deren Heizung ein anderer Betrieb eingebaut hat. Die Termine lassen sich in die Wochen legen, in denen weniger Heizungen ausfallen. Und wer jedes Jahr einmal bei Ihnen im Keller steht, ruft Sie zuerst an, wenn die alte Anlage ersetzt werden muss.
Gefunden werden: SHK-Betrieb bei Google statt im Portal
Bei Suchen wie „Heizung Notdienst" und einem Ortsnamen zeigt Google Betriebe aus der Nähe auf einer Karte, gestützt auf deren Unternehmensprofil. Halten Sie dort Notdienstzeiten, Leistungen und Fotos auf demselben Stand wie auf der Website. Soll sich jemand dauerhaft um Profil und Bewertungen kümmern, gibt es dafür die Betreuung des Google-Unternehmensprofils.
Auftragsportale vermitteln auch Bäder und Heizungen. Sie berechnen dafür eine Gebühr, und dieselbe Anfrage sehen mehrere Betriebe. Wie das bei MyHammer konkret abgerechnet wird, steht unter was MyHammer einen Handwerksbetrieb kostet. Die Anfrage über die eigene Seite gehört nur Ihnen.
Was eine Website für SHK-Betriebe kostet
Für einen SHK-Betrieb startet die Website bei Topblog bei 1.000 €, einmalig und als Festpreis, der feststeht, bevor gearbeitet wird. Ein SHK-Betrieb braucht meist mehr eigene Seiten als andere Gewerke, mit Notdienst, Heizung, Bad, Wartung und manchmal Klima, und die Zahl der Seiten bestimmt den Preis mit. Anfangen können Sie mit dem Notdienst und dem Bereich, der heute die meisten Aufträge bringt. Der Rest lässt sich später ergänzen. Laufend kommen Domain und Hosting ab 80 € im Monat hinzu.
Die Grundlagen, die für jede Handwerker-Website gelten, und den Ablauf des Projekts beschreibt die Seite Website für Handwerker. Die vollständige Aufstellung, was im Festpreis steckt, finden Sie unter Preise und Leistungen. Bei Wärmepumpe und Photovoltaik gibt es viele Berührungspunkte mit dem Elektrohandwerk. Worauf es bei dessen Website ankommt, zeigt die Seite Website für Elektriker.
Zurück zum Sonntagabend. Der Mann im Keller hat die Nummer ganz oben in Sekunden gefunden. Die Frau am Küchentisch hat den Notdienst kaum bemerkt, sie war längst bei den Bädern. Beide haben dieselbe Seite benutzt und jeweils nur gesehen, was sie brauchten.
Häufig gestellte Fragen
Gehört der Notdienst auf die Startseite der SHK-Website?
Ja, ganz nach oben und deutlich abgesetzt, mit Nummer, Zeiten und Einsatzgebiet. Ausführlicher wird es auf einer eigenen Notdienst-Seite. Wer keinen Notdienst anbietet, schreibt das ebenso deutlich hin und nennt den Weg, auf dem er am nächsten Werktag erreichbar ist.
Sollte ein Heizungsbauer Förderbeträge auf seine Website schreiben?
Besser nicht als feste Zahl. Fördersätze und Bedingungen ändern sich, und ein veralteter Betrag auf der eigenen Seite bringt Sie in Erklärungsnot. Schreiben Sie stattdessen, dass Sie den aktuellen Stand im Beratungsgespräch klären.
Wie viele Seiten braucht eine Website für Installateure?
Meist eine Startseite mit Notdienst und je eine Seite für die Bereiche, in denen Sie Aufträge suchen: Heizung, Bad, Wartung, gegebenenfalls Klima. Dazu kommen Referenzen, Kontakt, Impressum und Datenschutz. Anfangen lässt sich auch mit weniger.
Lohnt sich eine eigene Seite für die Heizungswartung?
Ja, wenn Sie Wartungsverträge anbieten. Die Seite erklärt, was eine Wartung umfasst und wie der Vertrag läuft, und nimmt Anfragen auch für Anlagen an, die ein anderer Betrieb eingebaut hat. So entsteht planbare Arbeit für ruhigere Wochen.